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Neuburg

24.11.2016

Stadttheater: Lausbubengeschichten und Liebestragödien

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Die Komödie am Altstadtmarkt führt die Lausbubengeschichten von Ludwig Thoma auf – mit Hansi Kraus. Thoma feiert nächstes Jahr seinen 150. Geburtstag, er besuchte in Neuburg eine Zeit lang das Gymnasium.
Bild: Komödie am Altstadtmarkt

Das Programm für 2017/2018 ist vielseitig, die Anzahl der Stücke wurde wieder erhöht. Die Nachfrage nach Tickets steigt weiter.

Bayerischer Komödienstadel und rumänisches Staatsballett, leichte Unterhaltung und schwere Kost – das Neuburger Stadttheater bringt derlei Gegensätze in der Saison 2017/2018 wieder unter einen Hut. Eine Eintrittskarte für eine der Aufführungen zu ergattern, wird allerdings immer schwieriger, die Warteliste für ein Abo immer länger.

Der Kulturausschuss hat gestern den von Kulturamtsleiterin Kathrin Jacobs vorgestellten Spielplan mit folgenden „Starken Stücken“ einstimmig bewilligt:

Mit dem Ernst Deutsch Theater und der Komödie „Liebeslügen“ (Ildikó von Kürthy) startet am 1. und 2. Oktober 2017 die neue Spielzeit. Jasmin Wagner ist in einer der Hauptrollen zu sehen.

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Am 11. und 12. Oktober kommt das Sorbische Nationalensemble mit dem Tanztheater „Die Insel“ nach Neuburg.

Es folgt am 24. Oktober das „Requiem für einen Spion“ (Euro Studio Landgraf), ein anspruchsvolles Schauspiel nach George Tabori.

Bei einem Kabarettabend mit Luise Kinseher darf gleich am Tag darauf, am 25. Oktober, dann wieder gelacht werden. „Ruhe bewahren!“ lautet der Titel ihres Programms.

Heiter geht es weiter am 2. und 3. November, wenn Horst Janson und Hans-Jürgen Bäumler als „Kerle im Herbst“ (Münchner Tournee) die Neuburger Bühne betreten.

Ludwig Thomas 150. Geburtstag nächstes Jahr nimmt das Kulturamt zum Anlass, seine „Lausbubengeschichten“ als Lustspiel (Komödie am Altstadtmarkt) mit Hansi Kraus ins Stadttheater zu holen. Thoma ging nämlich eine Zeit lang in Neuburg zur Schule. Die Vorstellungen finden am 11. und 12. November statt.

Opulent dürfte es am 17. und 18. November werden, wenn die Theaterkompagnie Stuttgart den „Jedermann“ nach Hugo von Hofmannsthal aufführt.

Richtig tragisch geht es am 28. und 29. November zu: Das Rumänische Staatsballett präsentiert „Romeo und Julia“, ein Ballett nach Sergei Prokofjew.

Am 20. und 21. Dezember gibt es das Schauspiel „Madame Bovary“ nach Gustave Flaubert (Theater Thespiskarren) zu sehen.

In das Kalenderjahr 2018 startet das Stadttheater am 11. und 12. Januar mit der rabenschwarzen Komödie „Mondlicht und Magnolien“ von Ron Hutchinson (Badische Landesbühne).

Am 21. und 22. Januar führt das Euro Studio Landgraf Carl Zuckmayers „Des Teufels General“ auf, mit Gerd Silberbauer.

Kabarettist Django Asyl bringt mit „Letzte Patrone“ am 1. Februar wieder mehr Leichtigkeit ins Stadttheater.

Das Schauspiel „Herbstmilch“ nach der Autobiografie vom Anna Wimschneider führt die Württembergische Landesbühne am 22. Februar auf.

Nach einigen Jahren wieder im Programm: ein Varieté-Abend, das „Traumtheater Salomé“, am 6. und 7. März (Theater Thespiskarren).

Am 21. und 22. März kehrt Barbara Wussow ins Stadttheater zurück. Mit Rufus Beck an der Seite spielt sie in „Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ (Münchner Tournee).

„Gespenster“ sehen die Zuschauer am 17. und 18. April, ein Familiendrama nach Henrik Ibsen mit Anja Kruse (Theatergastspiele Führt).

Die Wanderoper Brandenburg gastiert schließlich zum Abschluss der Saison am 24. und 25. April in Neuburg mit einem Gassenhauer, dem Singspiel „Im Weißen Rössl“.

Die „Starken Kinderstücke“ beginnen am 10. Oktober 2017 mit dem Sorbischen Nationalensemble, das das getanzte Märchen „Der Rabe Augustin“ für Kinder ab fünf Jahre aufführt. Am 5. sowie am 6. Dezember bringt das Landestheater Dinkelsbühl den „Gestiefelten Kater“ als Theaterstück für Kinder ab vier Jahre auf die Bühne. Am 18. und 19. Dezember bleibt kein Kinderauge trocken, wenn das Fränkische Theater Schloss Maßbach für Kinder ab sechs Jahre „Bambi“ spielt. Für Heiterkeit sorgt das Landestheater Dinkelsbühl am 17. und 18. Januar 2018 mit dem Stück „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ (ab fünf Jahre). Am 20. Februar steht dann noch eine Uraufführung auf dem Programm: Vicky Müller-Toussa und Kerstin und Sepp Egerer inszenieren „Klick, Bing und Boing“, eine Clownerie für Kinder ab vier Jahre.

Mit diesem Spielplan stehen nun wieder 30 Vorstellungen (8400 Plätze) im Kalender des Theaters, nach der Saison 2014/2015 war die Anzahl auf 26 (7280 Plätze) reduziert worden. Diese zusätzlichen Aufführungstermine – bei gleichem Budget – seien aber mehr als nötig, erklärte Jacobs. Denn der Bedarf an Sitzplätzen nehme weiter zu. Auch die Warteliste für ein Abonnement wird immer länger: Standen darauf vergangenes Jahr noch 70 Personen, sind es laut Jacobs jetzt schon 103. „Und diese Zahl wird voraussichtlich weiter steigen.“ Dabei möchte das Kulturamt die Anzahl der Abos eigentlich kürzen, damit wieder mehr Einzelkarten erhältlich sind. Die Kulturamtsleiterin stellte die Möglichkeit in den Raum, das Abo-System komplett umzustellen, warnte aber gleichzeitig davor, dass das die langjährigen Abonnenten verärgern könnte. Was die Theaterbesucher hingegen freuen dürfte: Die Preise bleiben gleich, eine moderate Erhöhung soll es, so Jacobs’ Empfehlung, erst in ein paar Jahren wieder geben.

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