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Neuburg

16.12.2020

Ständig Stau in Neuburg: Kann man die Ampeln nicht anders schalten?

Wer auf der Ingolstädter Straße stadteinwärts unterwegs ist und über diese Ampel möchte, braucht oft Geduld – gerade, wenn die Bergheimer Staustufe gesperrt ist.
Bild: Andreas Schopf

Plus Staut es sich in der Ingolstädter Straße, wundert sich so mancher über die kurzen Grünphasen. Die Stadt Neuburg sagt: Es geht nicht anders. Warum die Situation kompliziert ist.

In dieser Woche war es wieder so weit. Die Staustufe Bergheim war gesperrt, in der Folge drängten am Dienstag die Fahrzeuge über die Ingolstädter Straße nach Neuburg. Am Morgen staute sich der Verkehr den Rieder Berg hinauf bis vor den Neuburger Ortseingang – mal wieder. Sobald die Bergheimer Staustufe dicht ist, geht auch in der Ingolstädter Straße nichts mehr, vor allem zu den Stoßzeiten. Wer dort mit seinem Auto im Stau steht, den dürften die kurzen Ampelphasen an der Kreuzung mit der Monheimer Straße wundern. Auch in den Sozialen Medien liest man immer wieder die Frage: Kann man diese Ampel nicht anders schalten?

Neuburg: Oft Stau in der Ingolstädter Straße

Die Angelegenheit ist verzwickt, betont Bernhard Mahler, Sprecher der Stadt Neuburg. Schon oft sei gefordert worden, die Schaltung an dieser Stelle zu verändern. „Zu Recht“, wie Mahler sagt. Dies sei eine naheliegende Lösung, um dem Verkehrsproblem Herr zu werden. „Dies würde aber nichts bringen.“

Mehrfach schon hätte die Stadt Experten damit beauftragt, den Bereich zu untersuchen, zuletzt im vergangenen Herbst. Das Ergebnis: Schon zu normalen Zeiten, also ohne die Sperrung der Staustufe, befindet sich das innerstädtische Verkehrssystem in Neuburg an der Grenze der Leistungsfähigkeit – gerade zu den Stoßzeiten morgens, mittags und nachmittags zum Feierabend.

Ein gewohntes Bild in der Ingolstädter Straße. Immer wieder staut sich der Verkehr in Neuburg.
Bild: Winfried Rein (Archiv)

Verkehrssystem in Neuburg an der Grenze der Leistungsfähigkeit

Würde man dem Verkehr in der Ingolstädter Straße eine längere Grünphase ermöglichen, verlagere man das Problem lediglich, sagt Mahler. Schließlich gibt es weiter stadteinwärts an der Abzweigung zur Luitpoldstraße die nächste Kreuzung, der die Überlastung droht. In diesem Fall würde sich der Verkehr über die Donaubrücke zurückstauen. Sollte man die Ampelschaltung in der Ingolstädter Straße verändern, würde der Verkehr also nicht automatisch besser fließen, argumentiert Mahler. Außerdem würde man durch eine längere Grünphase in der Ingolstädter Straße den Verkehr aus der Monheimer Straße benachteiligen. Dies würde man als Stadt in Kauf nehmen, da aus dieser Richtung weniger kommt, sagt Mahler. „Aber es bringt nichts.“

Was ist also die Lösung, um den Verkehrsfluss in Neuburg zu verbessern? Andere Ampelschaltungen bringen offenbar nichts. Auch ein Umleiten über Anwohnerstraßen will man seitens der Stadt nicht, so Mahler. Er sagt: „Das Problem wird sich erst lösen, wenn der Verkehr an anderer Stelle entlastet wird.“ Etwa durch eine weitere Donaubrücke.

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