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Neuburg-Schrobenhausen

08.06.2018

Starke Regengüsse überfluten zahlreiche Keller

Nach dem Ausfall der Pumpen des Abwasserkanals standen Donnerstagnacht in Zell Keller unter Wasser. Die Ortswehr pumpte die öffentlichen Schächte frei, wie hier am Zeller See. 

Feuerwehren müssen Donnerstagnacht 36 mal ausrücken. In Zell fällt das Pumpwerk einer Abwasserstation aus.

Insgesamt 36 Mal mussten die Feuerwehren aus dem Neuburger Stadtgebiet sowie aus Ober- und Untermaxfeld am Donnerstagabend ausrücken, weil die heftigen Gewitterregen zahlreiche Keller überfluteten. Zwischen 70 und 80 Liter Wasser pro Quadratmeter prasselten innerhalb kürzester Zeit nieder, was die Kanalisation, die auf derartige Starkregenereignisse nicht ausgelegt ist, mancherorts überforderte.

Wie Neuburgs Kommandant Markus Rieß sagte, sei die Neuburger Feuerwehr insbesondere im südlichen Stadtgebiet zu Einsätzen gerufen worden, um Wasser aus Kellern abzupumpen oder verstopfte Gullis zu befreien. Darüber hinaus sei in der St.-Andreas-Straße Wasser in eine Duplexgarage gedrungen, wodurch ein Auto Schaden genommen habe, das nicht rechtzeitig hochgeholt werden konnte. In Feldkirchen, Heinrichsheim, Zell und in Königsmoos rückten die örtlichen Wehren aus, mitunter wurden die Neuburger Wehr zur Unterstützung gerufen.

Wie etwa im Stadtteil Zell. Dort war ein Pumpwerk in der Abwasserstation in der Straße Am Zeller See ausgefallen. Der Grund: Der Kanalschacht war überflutet worden, weshalb es bei dem Motor zu einem Kurzschluss kam. Die Folge: Das Wasser staute sich nicht nur im Kanal, sondern suchte seinen Weg über die Kanalrohre zu den Wohnhäusern und überflutete mehrere Keller in Neu-Zell. Während die Zeller Feuerwehr den Schacht am Zeller See leerpumpte, hatte Ortskommandant Otto Koch für die Pumpstation im Tränkenweg die Neuburger Wehr zu Hilfe gerufen. Von dort aus sollte das überflutete Kanalnetz entlastet werden.

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Während die Privatleute mit ihren kleinen Pumpen oder mit Eimern ihre Keller vom eingedrungenen Wasser befreiten, liefen die Aggregate der Wehren an den Pumpwerken mehrere Stunden auf Hochtouren. Die Hilfe der Feuerwehr brauchte auch ein Hausbesitzer am Zeller See. Er war auf seiner nassen Kellertreppe ausgerutscht und hatte sich dabei so verletzt, dass er vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden musste. Auch ein örtlicher Gasthof rief die Feuerwehr, nachdem deren Keller mit Wasser vollgelaufen war. Im Laufe des Abends mussten etliche Feuerwehrleute ihren Einsatz abbrechen, weil auch ihre eigenen Keller unter Wasser standen.

Entwarnung für die Zeller Feuerwehr gab es erst kurz nach 3 Uhr in der Nacht. Die Neuburger Feuerwehr war nach Aussage von Markus Rieß bis 1.30 Uhr im Einsatz.

Auch im Landkreis Eichstätt gingen starke Regengüsse nieder. Allein in Buxheim und Umgebung mussten nach Information der Integrierten Leitstelle die Feuerwehren 30 Mal ausrücken. (xh/clst)

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