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Neuburg

23.11.2017

Statt Bagger buddeln bald die Archäologen

Nachdem archäologische Spuren entdeckt wurden, ruhen die Arbeiten auf der Realschul-Baustelle an der Kreuter Straße vorerst.
Bild: Sebastian Englschall

Landkreis sucht Grabungsbüro für Baustelle am Kreuter Weg. Auch die Ausschreibung für die neue Realschule macht Probleme.

Kaum sind die Bagger erstmals angerollt, stehen die Räder auf der Baustelle an der Kreuter Straße schon wieder still. Letzte Woche wurde die Humusschicht auf einem Teil des knapp fünf Hektar großen Geländes abgeschoben, wo der Landkreis bis September 2019 für 35,5 Millionen Euro eine neue, hochmoderne Realschule baut. Ans Licht kamen dabei archäologisch relevante Spuren, weshalb die Arbeiten sofort wieder eingestellt werden mussten. Nun wird ein Grabungsbüro beauftragt. „Wir können derzeit nicht sagen, bis wann das Baufeld wieder freigegeben wird“, teilte Willi Riss, Leiter zentrale Angelegenheiten am Landratamt, am Donnerstagabend dem Kreistag mit.

Alfred Lengler (CSU) wollte wissen, wie lange sich der Baubeginn verzögern könnte. „Das ist der Knackpunkt“, wusste Landrat Roland Weigert keine Antwort darauf. Ob der Zeitplan für das Bauprojekt damit aus den Fugen geraten könnte, darüber wurde in dem Gremium noch nicht spekuliert. In den vergangenen Wochen hatte die Firma Bauer aus Schrobenhausen im Auftrag der Neuburger Stadtwerke die Stromleitungen längs des Kreuter Weges neu verlegt, die quer durchs Gelände verlaufen waren. Bei den anschließenden Erdarbeiten wurden dann Knochenreste, Scherben, Brandspuren und Fixierungen von Holzpfählen entdeckt.

Und es gibt noch eine weitere offene Baustelle für die Planer. Im Rahmen der Submission gab es bei einigen Gewerken unerwartete Ergebnisse, informierte Riss. Einige Ausschreibungen fielen deutlich teurer aus als geplant. Dabei soll es um einen siebenstelligen Millionenbetrag gehen, exakte Zahlen wurden im öffentlichen Teil der Sitzung nicht genannt. Nun sind die Fachplaner am Zug. In den nächsten Wochen soll der komplette Inhalt der Ausschreibung geprüft und Lösungen gefunden werden, die Mitte Dezember dem Bauausschuss vorgelegt werden. Dieses Gremium soll dann entscheiden, ob neu ausgeschrieben wird. Juristisch wäre das bei einer Abweichung von mehr als 20 Prozent möglich. (nel)

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