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Neuburg

23.08.2020

Statt Weinfest ein französischer Abend unter Freunden

OB Bernhard Gmehling verabschiedete Jocelyne Cassany, die sich nach 30 Jahren aus dem Partnerschaftskomitee zurückzieht. Den französischen Abend im Arco hatte Partnerschaftsreferentin Gabriele Kaps (links) organisiert.
Bild: Julia Abspacher

Plus Als coronakonformer Ersatz für das Sèter Weinfest feierten 90 Gäste im Arco einen französischen Abend. Warum die Zwiebelsuppe für ein Schmunzeln sorgte.

Da auch das Sèter Weinfest in diesem Jahr Corona zum Opfer fiel, ließ sich die Stadt eine gelungene Alternative einfallen: Auf Initiative von Partnerschaftsreferentin Gabriele Kaps fand am Freitagabend ein Französischer Abend(Soirée Française) im Arco-Schlösschen statt. Besucher aus den beiden Neuburger Partnerstädten Sète und Jeseník waren ebenso unter den Gästen wie Neuburger, die sich seit vielen Jahren um die internationalen Freundschaften bemühen oder einfach nur einen Abend mit Musik und gutem Essen genießen wollten.

Der Partnerschaftsausschuss und der Arbeitskreis für Neuburger Städtepartnerschaften und -freundschaften hatte im Frühjahr eingehend über Alternativen zum Sèter Weinfest diskutiert, auch eine Veranstaltung im Museumsgarten oder Amalienhof stand zur Debatte. Schließlich entschied man sich aber für das Arco-Schlösschen, da hier die Logistik schon vorhanden war und man bei schlechtem Wetter einfach nach innen ausweichen konnte. Am Freitagabend war das freilich nicht nötig, bei angenehm sommerlichen Temperaturen genossen die rund 90 Gäste den Abend auf der Terrasse mit Blick auf die illuminierte Schlosskulisse.

Die Gruppe „Trio Bellevue“ sorgte für jazzige Klänge an diesem Abend.
Bild: Julia Abspacher

Auf der Terrasse des Arco-Schlösschen spielte ein Jazz-Trio

Für die musikalische Umrahmung sorgte ein Jazztrio mit deutsch-amerikanisch-französischer Besetzung, das durch das Institut Français in München vermittelt wurde. Ashok et les Copains, bestehend aus Ashok Ponnou, Roland Berger und Jim Klopfenstein, schlugen eine Brücke von Django Reinhardt – der zwar Belgier war, aber trotzdem als Vater eines gesamteuropäischen Jazz betrachtet werden kann – bis zu Édith Piaf, von der etwa Klassiker wie „La vie en rose“ erklangen. Mit zwei Gitarren und einem Kontrabass boten die drei Jazzer, die sich im Auto auf der Fahrt noch den Namen „Trio Bellevue“ gegeben hatten, eine warme Klangfarbe und trafen genau den Ton, der sich harmonisch in diesen entspannten Sommerabend einpasste.

Serviert wurde nach einer gratinierten Auster als Hommage an Sète – für diejenigen, die sich damit nicht anfreunden konnten, gab es eine vegetarische Alternative – französische Zwiebelsuppe, Maispoularden Brüstchen auf Ratatouille mit Grenaille-Kartoffeln und zum Abschluss Crêpes Suzettes. Über die Vorspeise staunten die Sèter Gäste ein wenig: Bei ihnen wird Zwiebelsuppe traditionell nach einer langen Feier in den frühen Morgenstunden verspeist. Sie freuten sich trotzdem darüber und scherzten, dass sie wohl noch nie in so nüchternem Zustand eine Soupe à l’oignon gegessen hätten.

Französischer Abend: Jocelyne Cassany wurde verabschiedet

Oberbürgermeister Bernhard Gmehling verabschiedete an diesem Abend Jocelyne Cassany. Vor 30 Jahren war die Französin zum ersten Mal in Neuburg gewesen und hatte sich seitdem als Stadträtin, Partnerschaftsreferentin und Privatperson für die deutsch-französische Freundschaft eingesetzt. Nachdem sie bei der letzten Wahl nicht mehr angetreten war, gibt sie diese Aufgaben nun in neue Hände. Neuburg – und auch Jeseník, das sie in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals mit der Neuburger Delegation besucht hatte – will sie aber trotzdem auch in Zukunft verbunden bleiben. Schließlich hätte sie mittlerweile zahlreiche Freundschaften mit Bewohnern der Ottheinrichstadt geschlossen.

Christiane Dusse, Leiterin des Sachgebiets Tourismus der Stadt, welches in normalen Jahren das Weinfest organisiert, zeigte sich mit dem Abend sehr zufrieden: „Heute war eine sehr gelungene Alternative. Die Atmosphäre mit der Musik ist gut und auch das Wetter hat uns in die Hände gespielt. Unsere Gäste aus Sète und Jeseník haben sich sichtlich wohlgefühlt.“

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