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08.12.2020

Staustufe: Stau lässt sich nicht vermeiden

Es ist nicht möglich, alle Arbeiten in die Ferien zu verlegen

So mancher musste vergangene Woche leidvoll erfahren, dass zwischen Bergheim und Neuburg zeitweise einfach nichts vorwärts ging. Für eine Strecke, die normalerweise zehn Minuten in Anspruch nimmt, standen Autofahrer zu den Stoßzeiten eine Stunde und länger. Der Grund: Wegen den andauernden Wehrsanierungen am Kraftwerk Bergheim war die Staustufe wieder einmal gesperrt. Und wieder einmal zog sich eine kilometerlange Blechlawine entlang der Staatsstraße.

Für Landtagsabgeordneten Matthias Enghuber war das Anlass genug, einen Brandbrief an den Verursacher, die Uniper Kraftwerke GmbH, zu schicken. Darin bat er die Verantwortlichen, die Sperrungen der Staustufe Bergheim – egal ob komplett oder halbseitig – aus Rücksichtnahme auf die daraus resultierende, problematische Verkehrssituation in Neuburg stets in die Ferienzeiten zu legen (wir berichteten).

Für Uniper ist dieser Appell aber wohl nur schwer umzusetzen, wie nun aus dem Antwortschreiben des Kraftwerkbetreibers hervorgeht. „Aufgrund der Relevanz der Anlagen für den Hochwasserschutz an der Donau sind wir aufgrund behördlicher Auflagen verpflichtet, ausschließlich in den Monaten September bis April diese Arbeiten durchzuführen“, heißt es darin. Hintergrund sei eine typischerweise geringe Wasserführung in diesen Monaten und folglich eine geringere Hochwasserwahrscheinlichkeit. Die Wehrsanierung sei grundsätzlich eine wichtige Hochwasserschutzmaßnahme an der Donau, die dem Schutz der Bürger in der Umgebung diene. Mithilfe von eigens entworfenen baulichen Konstruktionen oder mit der Ampelanlage könnten die allermeisten Arbeiten ohnehin ohne Sperrungen durchgeführt werden.

Dass darüber hinaus alle Arbeiten in die Ferienzeiten verlegt werden, sei nach den Worten von Uniper nicht möglich. „Wir versichern Ihnen aber, dass wir uns weiterhin nach Kräften bemühen werden, Sperrungen so kurz wie möglich zu halten, nach Möglichkeit eine befahrbare Spur im besagten Zeitraum offen zu halten, sofern die Sicherheit gewährleistet ist, und insgesamt die Beeinträchtigungen der Bürger auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken“, verspricht Uniper abschließend Matthias Enghuber. (clst)

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