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Weichering

22.01.2020

Stimmzettel in Weichering werden länger

Am 15. März wählen die Bürger wieder ihre kommunalen Gremien.
Bild: Ulrich Weigel (Symbolbild)

Warum alle Kandidaten für den Gemeinderat am 15. März mehrfach genannt werden.

Gerade mal seit zwei Wochen gibt es den Ortsverband der Grünen in Weichering – und schon sorgte er für dafür, dass bei den politischen Mitstreitern der Puls für einen kurzen Moment nach oben schoss. Dabei ging es um keine Aktionen und auch keine politischen Forderungen, mit denen die Mitglieder für Aufregung sorgten, sondern um eine Formalie zur Kommunalwahl. Doch mittlerweile ist wieder Ruhe eingekehrt mit dem Ergebnis: Alles im Lot, es bleibt alles beim Alten.

Was war passiert? Wie berichtet, will der junge Ortsverband mit Vertretern in den Gemeinderat einziehen. Dafür hat er bei der Gemeinde einen Wahlvorschlag eingereicht. 14 Namen sind darauf zu finden, die jedoch bis zu drei Mal auf der Liste stehen und so in Summe 28 Positionen füllen. Das ist in Gemeinden unter 3000 Einwohnern legitim, denn dort darf die Zahl der Kandidaten bis zur doppelten Sitzzahl des Gremiums ausgeweitet werden.

Die Grünen haben die rechtlichen Möglichkeiten in Weichering ausgereizt

Die Grünen haben sich damit zwar rechtskonform verhalten, aber entgegen einer Absprache, die alle anderen politischen Gruppierungen, sprich CSU, SPD, Freie Wählergemeinschaft Lichtenau und Dorfgemeinschaft Weichering, im vergangenen Jahr untereinander getroffen hatten. Und die lautete: Wir stellen exakt 14 Kandidaten – was in kleinen Orten wie Weichering ohnehin schon nicht leicht ist – und verzichten auf Mehrfachnennungen. Von dieser Vereinbarung wussten die Grünen jedoch nichts und reizten die rechtlichen Möglichkeiten aus.

Weil sich für die anderen Parteien nun ein Nachteil ergeben hätte (bei einem Kopfleistenkreuz hätte der Wähler 14 Stimmen verschenkt), mussten sie nachjustieren. Am Dienstagabend haben CSU, SPD, Freie Wähler und Dorfgemeinschaft deshalb erneut eine Versammlung einberufen und jeweils beschlossen, dass sie ihre Listen auf 28 Nennungen ausweiten. Die Namen und die Reihenfolgen bleiben dabei gleich, nur die Nennungen erscheinen am 15. März doppelt auf dem Wahlzettel. Damit herrscht wieder Gleichberechtigung unter allen Parteien – und der Puls bei den Mitglieder hat sich auch wieder beruhigt.

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