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Bergheim-Unterstall

24.01.2021

Studentin aus Unterstall verbringt Auslandssemester in Finnland

Mehr Weihnachtsklischee geht nicht: Sarah Keppler unterwegs auf einem Rentierschlitten.
Foto: Sarah Keppler

Sarah Keppler aus Unterstall studiert derzeit an der Universität Turku in Finnland. Was die 22-jährige Studentin dort bislang alles erlebt hat.

Wie der Weihnachtsmann mit dem Rentierschlitten durch den Schnee fahren, konnte Sarah Keppler aus Unterstall. Die 22-jährige Studentin verbringt derzeit ein Auslandssemester in Finnland. Gemeinsam mit ihren Kommilitonen besuchte sie die nördlichste Region ihres Gastlands: Lappland, die Heimat der Rentiere.

Die Studentin lebt seit einigen Monaten im Rahmen ihres Studiums in Finnland, genauer gesagt in der schwedischsprachigen Kleinstadt Turku. Dort verbringt sie trotz Corona-Pandemie ihr Erasmus-Semester an der Novia University of Applied Sciences. Zusammen mit Studenten aus ganz Europa reiste Sarah in den Norden. Die Fahrt nach Lappland organisierte das Erasmus Student Network, kurz ESN. „Am ersten Tag haben wir direkt eine Husky-Safari gemacht. Dort sind wir mit einem Husky-Schlitten durch die Tundra gefahren. Am Nachmittag sind wir noch mit einem Schneemobil gefahren“, erinnert sich Sarah. Dabei entdeckte sie auch eine wilde Rentierherde. „Das war wirklich eine einzigartige Erfahrung“, schwärmt sie.

Sarah Keppler aus Unterstall schmust mit einem Schlittenhund.
Foto: Sarah Keppler

Sarah Keppler fährt eine Runde im Rentierschlitten

Außerdem besuchte sie eine Rentierfarm, fütterte die Tiere und drehte eine kurze Runde im Rentierschlitten. „Natürlich leider nur am Boden, nicht in der Luft“, sagt sie lachend. Weitere Höhepunkte waren die Übernachtung in einem „Glass Roof Cottage“, einer Hütte mit Glasdach, und das Ice-Karting. „Das ist wie normales Kartfahren, nur auf einer vereisten Fläche“, erklärt Sarah. Für sie war das Beste der gesamten Reise aber der Besuch des Weihnachtsmann-Dorfes. In dem Themenpark bei Rovaniemi waren der Weihnachtsmann, Elfen und die Werkstatt zu bestaunen.

Glücklicherweise waren die Corona-Fälle in Finnland bis jetzt nicht allzu hoch, weshalb Sarah die Reise problemlos antreten konnte. „Die Finnen haben zwar keine Maskenpflicht, aber trotzdem wird von jedem eine Maske getragen“, sagt Sarah. Selbst auf der 16-stündigen Busfahrt behielten sie und ihre Mitreisenden ihre Masken auf.

Wie die Studentin aus Unterstall Corona in Finnland erlebt

Gerade in Lappland, wo generell eine sehr geringe Menschendichte herrscht, war es relativ entspannt. „Das Einzige, bei dem uns Corona wirklich eingeschränkt hat, war bei einem geplanten Tagesausflug nach Norwegen. Denn das war aufgrund der Grenzüberquerung nicht möglich.“ Die Pandemie hatte aber sogar einen Vorteil für die Reisegruppe: Es waren kaum andere Touristen in Lappland unterwegs. „Ich kann mir vorstellen, dass das in der Vorweihnachtszeit normalerweise ganz anders ist.“ Etliche Eintritte wurden wegen der Krise sogar reduziert, wie zum Beispiel die Kosten für die Übernachtung im „Glass Roof Cottage“, sagt Sarah.

Lappland ist die nördlichste Region Finnlands und grenzt an Schweden, Norwegen und Russland. In der eisigen Winterlandschaft leben nicht nur Rentiere, sondern selbst der Weihnachtsmann soll dort wohnen.

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