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Neuburg

29.10.2014

Südamerikanischer Besuch

Den richtigen Artikel zu einem Subjekt zu finden, ist im Deutschen wahrlich nicht immer die leichteste Aufgabe. Schon gar nicht, wenn der Unterricht so aufmerksam verfolgt wird, wie beim Besuch der südamerikanischen Lehrerdelegation.
Bild: Reif

Bei einer Besuchertour quer durch Bayern machte eine Delegation aus fünf Ländern gestern an der Neuburger Volkshochschule Halt

Von Benjamin Reif

Neuburg Wenn einem eine offizielle Besucherdelegation bei schwierigen Aufgaben über die Schulter schaut, gehen diese nicht unbedingt leichter von der Hand. Oder über die Lippe. Im Integrationssprachkurs II der Neuburger Volkshochschule proben die sechs Teilnehmerinnen gerade die Wochentage. Die Übung wird von 15 Gästen aus Übersee aufmerksam verfolgt. Lehrkräfte für Erwachsenenbildung aus Mexiko, Bolivien, Kuba, Peru und Ecuador haben bei ihrer Rundreise durch Bayern in Neuburg Station gemacht. Da trifft es sich gut, dass die Geschäftsführerin der Vhs, Christa Jerominek-Mundil, fließend spanisch spricht. Sie dolmetscht die Bemühungen der Kursteilnehmerinnen für die Besucherdelegation, die den Unterricht mit Smartphones und Tablets abfilmt. Die Teilnehmerinnen lösen ihre Aufgaben derweil mit Bravour.

Im Auftrag des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) begleitet Tania Czerwinski die südamerikanischen Gäste. „Sie sind von den deutschen Volkshochschulen total begeistert“, sagt sie. Bisher hat die Gruppe vor Neuburg in München und Regensburg Station gemacht, sieben weitere Anlaufpunkte werden noch folgen.

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Jede Volkshochschule bietet den Gästen einen Einblick in einen anderen Arbeitsschwerpunkt. Neuburg legt den Fokus auf Integration. Für die Südamerikaner sei dies laut Czerwinski ein Themengebiet, das besonderes Interesse hervorruft. „Etwas Vergleichbares haben diese Lehrer in ihren Herkunftsländern nicht. Da laufen Integrationsprozesse anders ab. Deshalb können wir ihnen hier etwas bieten, das wohl bei ihrer Arbeit zu Hause besondere Früchte tragen wird“, so Czerwinski.

Die Referentin des DVV hofft darauf, dass sich auch für Volkshochschullehrer aus Neuburg bald die Gelegenheit bieten wird, an einem ähnlichen Austauschprogramm teilzunehmen, um den Horizont der eigenen Arbeit in Südamerika zu erweitern. Bislang sei dahingehend zwar noch nichts geplant, doch sie ist zuversichtlich, dass dies in den kommenden Jahren zustande kommen wird. Gerade auf die südamerikanische Gastfreundschaft könne man sicher bauen. Die Gäste fühlten sich in Neuburg laut Czerwinski sehr wohl.

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