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30.10.2008

Südpark: Zufahrt nun doch über Eternitweg?

Der Südpark bleibt ein Sorgenkind. Dabei gibt es nicht nur das Problem mit den Geschäftsbetreibern, die nach und nach ihre Läden dicht machen. Ein altes Problem taucht nun wieder auf: die Zufahrt zum Südpark. "Kommentar

Dabei glaubte man dafür schon längst eine Lösung gefunden zu haben. Geplant war von der Augsburgerstraße am Plus-Parkplatz entlang und weiter parallel zur Bahntrasse zu bauen. Die Zufahrt sollte auf den Eternitweg West einmünden und diesem bis zum Wendehammer folgen. Die Umsetzung dieser Pläne kostet die Stadt 1,7 Millionen Euro, doch dafür müssen Grundstücke angekauft werden- und das gestaltet sich äußert schwierig.

"Wir tun uns wirklich sehr schwer", sagt OB Dr. Bernhard Gmehling. Aus Rücksicht auf die noch laufenden Verhandlungen mit den Grundstückseignern will er gar nicht mehr dazu sagen. Doch eins ist klar: Die Forderungen der Besitzer sind zu hoch. Gibt es keine Einigung, wird die Diskussion um die Südpark-Zufahrt von Neuem entfacht. Der Eternitweg wird bereits wieder als mögliche Alternative betrachtet. Als Einbahnstraße könnte hier der Verkehr von der Stadt aus zum Südpark geleitet werden - eine Möglichkeit, die die Freien Wähler und auch die Grünen favorisieren. "Der Eternitweg ist immer noch die klügste und günstigste Lösung", sagt Baureferentin Anita Kerner von den Freien Wählern. Unter 900 000 Euro würden die Bauarbeiten kosten, es wäre schnell realisierbar. Zudem wäre auch das Problem des illegalen Autoverkehrs gelöst. "Den Anwohnern müssen wir eben vermitteln, dass sich die Zeiten und Situationen ändern", so Kerner.

Damit ist sie auf einer Linie mit Theo Walter von den Grünen, der zudem eine schnelle Entscheidung der Stadt fordert. Auch für eine mögliche Ansiedelung des Media Markts sei eine gute Zufahrt zum Südpark relevant.

Südpark: Zufahrt nun doch über Eternitweg?

Eine schnelle Lösung will auch die SPD, auch wenn für der Fraktion die Bahntrassen-Lösung lieber wäre. Horst Winter fürchtet, dass "wieder 20 Jahre nichts passiert", würde der Eternitweg als Übergangslösung beschlossen. Doch auch bei der SPD spielt der Zeitfaktor eine große Rolle. "Wir wollen eine schnelle Lösung", sagt Winter. "Wir können nicht immer nur auf die Erweiterung des Gewerbes in Ingolstadt schimpfen, sondern müssen bei uns aktiv werden."

Einen großen Knackpunkt gibt es aber auch beim Eternitweg. Denn kommt diese Zufahrt, ist fraglich, ob das Staatliche Bauamt Ingolstadt dann trotzdem die Abbiegeschleife von der B 16 ausbaut. Denn das Bauamt zahlt nur, wenn die Stadt eine volle innerstädtische Erschließung baut - also eine Zufahrt, die in beide Richtungen zu befahren ist. "Da müssen wir dann ganz neu verhandeln", heißt es aus dem Bauamt in Ingolstadt. Oder die Stadt muss eben alles selbst bezahlen.

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