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Neuburg

13.05.2015

Symbol für eine sichere Rückkehr

Der Panoramablick auf den Tower zeigt das markante Erscheinungsbild des Neubaus. Redner bezeichneten das Gebäude beim Richtfest als wichtigen Meilenstein im Rahmen der Erneuerung der Basis Zell. Dafür wurden bislang rund 140 Millionen Euro investiert.
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Der Panoramablick auf den Tower zeigt das markante Erscheinungsbild des Neubaus. Redner bezeichneten das Gebäude beim Richtfest als wichtigen Meilenstein im Rahmen der Erneuerung der Basis Zell. Dafür wurden bislang rund 140 Millionen Euro investiert.
Bild: Xaver Habermeier

Der Tower mit Anflugkontrollturm auf dem Nato-Flugplatz nimmt Gestalt an. Bis er genutzt wird, dauert’s noch.

„So etwas baut und erlebt man nur einmal im Leben.“ Baudirektorin Regina Gerken vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt geriet gestern Mittag auf dem Nato-Flugplatz beim Richtfest für den neuen Tower mit Anflugkontrollturm regelrecht ins Schwärmen. Vor genau 23 Monaten war für das 13 Millionen teure Projekt der Spatenstich erfolgt. Es ist nur ein Teil der Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe in den Standort Neuburg.

Die Bauarbeiten sind im Zeitplan, die Kosten werden nur wenig überschritten und das neue technologische Herzstück und Wahrzeichen vom Taktischen Luftwaffengeschwader 74 nimmt Form an. Inbetriebnahme des 25 Meter hohen Kontrollturms mit 2200 Quadratmeter Nutzfläche ist im Jahre 2017.

Dem Richtfest wohnten neben Vertretern des Staatlichen Hochbauamtes, dem Planungsbüro und vor allem Bauarbeitern auch Landrat Roland Weigert und Neuburgs 2. Bürgermeister Rüdiger Vogt bei. Der neue Kommodore Oberstleutnant Holger Neumann sagte vor den rund 70 Gästen: „Auch ohne Flugbetrieb, den wir wegen der Generalsanierung der Start- und Landebahn in Lechfeld ausführen, markiert das heutige Richtfest einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der Erneuerung der Heimatbasis.“ Für den Hausherrn passt der neue Kontrollturm mit seinem außergewöhnlichen und markanten Erscheinungsbild sehr gut zum Neuburger Verband. „Eine äußerst gelungene Symbiose aus Form und Funktion. Seine Silhouette, in unserem Fall im wahrsten Sinne des Wortes Skyline, fügt sich harmonisch in den modernen Teil unseres Flugplatzes“, meinte Neumann. Er wünscht sich, dass der Tower stets als Symbol für eine sichere Rückkehr steht.

Regina Gerken bedankte sich beim Richtfest, das ja traditionell eine Veranstaltung der Bauverwaltung sei, für die stets kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit. Das hörten die Mitarbeiter der Planungsbüros und ausführenden Firmen gerne. Bei der Auflistung waren auch einige Betriebe aus der Region zu hören.

In Kurzform listete die Rednerin das Bauvorhaben auf. Sie erinnerte an den Beginn der Erdarbeiten im Herbst 2013. Dabei sei man auf perfluorierte Tenside (PFT) im Bauwasser gestoßen. „Deswegen sah die Baustelle damals weniger nach Tower als vielmehr nach Freibad aus“, verglich Gerken. Entsorgt werden konnten die wasser- und fettabweisenden PFT nur durch eine Aktivkohleanlage, die die chemische Verbindung gefiltert hat. Die Anlage wird derzeit noch für die laufenden Bauarbeiten an der Start- und Landebahn genutzt.

Der Neubau ist ein Stück von der Startbahn abgerückt, rund 320 Meter. Die Flugverkehrsoffiziere werden in der Kanzel auf 21 Meter Augenpunkthöhe freie Panoramasicht auf das Rollfeld, auf Taxiway, Shelter und Umgebung haben. Regierungsdirektor Christian Fuchs hob heraus, dass eine Holzpellet-Heizung und für die Flugsicherheit eine neue Anlagentechnik eingebaut werden. Oberst Wolfgang Michelke vom Baumanagement München betonte, dass nach den vielen Baumaßnahmen in Neuburg – investiert wurden bisher rund 140 Millionen Euro – weitere Projekte auf dem Flugplatz in Manching anstehen. Bürgermeister Rüdiger Vogt sieht in dem Bauwerk ein klares Bekenntnis der Bundeswehr für den Standort Neuburg. Abschließend folgte der traditionelle Richtspruch durch Fabian Schiebel, Juniorchef einer der ausführenden Firmen, in diesem Fall aus Gaimersheim.

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