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Rezension

28.05.2015

Tattooengel

Dilana gefiel in der Neuen Welt.
Bild: Pacher

Dilana entführt das Publikum in himmlische Sphären

Geballte Frauenpower durfte das Publikum der Neuen Welt in Ingolstadt am Dienstagabend bei dem Konzert von Dilana & Her Acoustic Band erleben. Zum zweiten Mal trat die in Südafrika geboren Musikerin bei den Blues-Tagen von Walter Haber auf.

Eins spürt man immer bei der Bluesrockerin Dilana: ihre absolute Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit. Genau die brachte ihr zwar auch so manchen Nachteil in ihrem Leben ein (unter anderem nur den zweiten Platz bei einer Castingshow). Zugleich aber ist diese Geradlinigkeit genau das, was ihre Musik ausmacht. Dilana durchlebt ihre Songs und gibt ihre Gefühle authentisch an ihre Zuhörer weiter. Sie schreit mit einer Stimmengewalt ihre Wut über den unfairen Manager heraus und lacht sich in die Herzen, wenn sie Bauanleitungen für den Traummann mit dem Song „Build a Boy“ verteilt. Bei ihrem Coversong von „Hallelujah“ holt Dilana als barfüßiger Tattooengel ihre Zuhörer direkt ab und bringt sie in himmlische Sphären. Mit dem Song „Frozen Heartbeat“ teilt sie mit dem Publikum der Neuen Welt ihren Frust über den Ex-Mann, während sie in dem Song: „Velvet Covert Storm“ mit dem tratschenden Ex-Freund abrechnet. Man ist einfach live dabei in ihrem Leben!

Dilana verfügt über einen unglaublichen Charme auf der Bühne, mit dem sie das Publikum fesselt und man gerne bereit ist, ihre Lebensgeschichte zu hören und sie durch ihr Leben zu begleiten. Die Trauer über den Tod ihrer Mutter verarbeitete sie in dem Lied „Silver Ashes“, und wieder spürt man den Schmerz, den sie empfindet. Ebenso bei dem Lied „Dirty Little Secret“, welches auch der Mutter gewidmet ist, kommt das verschmitzte Lächeln über ihr Gesicht, und gerne wüsste man, um welches Geheimnis es geht.

Um auch an ihrem aktuellen Leben teilzunehmen, belohnte Dilana die Zuhörer mit einer kleinen Gesangseinlage mit ihrer zweijährigen Tochter. Das Publikum in der Neuen Welt war begeistert von so viel Gefühl und Ehrlichkeit.

Und der lang anhaltende Applaus sagte: „Vielen Dank, Dilana, dass wir ein Stück mit dir gehen durften.“

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