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Aufführung

14.11.2018

Theaterfreunde nehmen das Dorfleben auf die Schippe

Das Team der Theaterfreunde Rennertshofen freut sich schon auf die Premiere des anspruchsvollen Stücks „Ratsch und Tratsch“.
Bild: Michael Geyer

Die Theaterfreunde Rennertshofen haben ein neues Stück. Worum es darin geht und wann es zu sehen ist.

Martina Fürst und das neue Stück der Theaterfreunde – sie haben eine gemeinsame Vorgeschichte: „Schon als ich das Stück zum ersten Mal auf einer Bühne gesehen habe, hat es mich fasziniert. Es ist kurz und knackig, hat Tiefgang und ebenso Humor. Seit Jahren wollte ich es spielen, doch immer hat etwas nicht gepasst.“ Seit 2002 führt sie bei den Theaterfreunden in Rennertshofen Regie. Am Samstag, 24. November, ist es nun so weit: „Ratsch und Tratsch“, eine bayerische Komödie in drei Akten aus der Feder von Peter Landstorfer, hat Premiere.

Martina Fürst kann dabei wieder auf ein bewährtes Schauspielerteam zurückgreifen. Sie gehen die Sache ganz gelassen an, meint die Regisseurin. Neu in der Darstellerschar sind lediglich Gabriele Jansch, die bereits bei einem Hoagart’n der Theaterfreunde Bühnenerfahrung gesammelt hat, und Sarah Straubmeier, eine junge Nachwuchsschauspielerin, die schon in ihrer Zeit als Realschülerin auf der Bühne stand.

Sätze verändern eine ganze Dorfgesellschaft

Seit Mitte September wird dreimal pro Woche geprobt. Weil die Theaterfreunde aber gerade auch der Besonderheit des Stückes – den Gesangsrollen der personifizierten Figuren Ratsch und Tratsch – gerecht werden wollen, haben die erfahrenen Mimen Julia Kourdy als Ratsch und Peter Fürst als Tratsch bei Ulrich Höfle, Chorleiter, Klavierbauer und Gesangslehrer in Schweins-point, Gesangsunterricht genommen. Musikalische Unterstützung erhalten die beiden von Michaela Kruber an der Gitarre.

Das Stück macht deutlich, was durch Ratsch und Tratsch entstehen kann. Die beiden Hauptfiguren sind nur für das Publikum sichtbar und werden als inneres Gewissen wahrgenommen. Sie impfen den Darstellern den Tratsch ein und verändern mit ihren Gesangseinlagen die Ausgangssituation. Worte erhalten eine andere Bedeutung, Sätze verändern eine ganze Dorfgesellschaft.

Bewohner wissen alles voneinander

Die Bewohner des Dorfes leben anfangs in Harmonie und Eintracht. Jeder weiß von jedem alles, niemand hat Geheimnisse. Der Postbote (Dominik Winkler) verbreitet bei seinem täglichen Rundgang die aktuellen Neuigkeiten. Die Kramerin (Sarah Straubmeier), die Schmatzerin und Nachtwächtersgattin (Michaela Riedl) sowie die Fotz’nmare (Christina Bauch) sorgen dafür, dass der Dorftratsch blüht und sich weiterverbreitet.

Man trifft sich beim Dorfwirt Karl Speckmoar (Armin Mergel) zu der einen oder anderen gemütlichen Halben, die der Kellner Hias (Gerhard Fieger) ausschenkt. In dieses fast friedliche Bild passt auch der Nachtwächter Achatz (Josef Neumeier), der sich einen harmlos scheinenden Spaß daraus macht, vor dem Kramerladen ausgiebig die Tauben zu füttern, nur damit die Kramerin genug Arbeit mit dem Taubendreck hat. Das idyllische Dorfleben wirkt eher arglos, als dass einer dem anderen ernsthaft schaden möchte.

Ein Brief ändert alles

Doch plötzlich ändert sich alles, als der Bauer Erbhofer (Oliver Baur) einen Brief aus München erhält, von dem seine Frau Fanni (Gabriele Jansch) nichts weiß. Weil er ihn selbst nicht sonderlich interessiert, vergisst er den Brief deshalb ungeöffnet in seiner Jackentasche. Über den Inhalt des Briefes wird zunächst hinter vorgehaltener Hand getuschelt, dann aber ganz offen diskutiert und spekuliert. So entstehen Gerüchte, die sich von einfachen Verdächtigungen bis hin zu handfesten Beschuldigungen entwickeln.

Die Situation verschärft sich außerdem, weil „Ratsch und Tratsch“ sich einen Spaß daraus machen, die Gedanken der Menschen in die absurdesten Richtungen zu lenken, getreu ihrem Motto „A bisserl Neid, a bisserl Gier ist unser Lebenselixier“. Wer wissen will, wie das Ganze ausgeht, muss sich das Stück im ehemaligen Dirnbräusaal neben der Kontrast Sportsbar und Lounge ansehen.

Die Premiere ist am Samstag, 24. November, um 14 Uhr. Die Abendtermine, die jeweils um 19.30 Uhr starten, gibt es am 24. und 30. November sowie am 1. Dezember. Die letzte Vorstellung findet am Sonntag, 2. Dezember, um 17 Uhr statt. Der Kartenvorverkauf bei Getränke Hörl in Rennertshofen hat bereits begonnen. Das Ticket kostet sieben, für Kinder vier Euro.

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