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Wiederaufnahme

10.05.2011

Theo Berger kommt 2012 zurück

Winfried Frey (links) in der Rolle des Ganoven Theo Berger und Werner Rom als sein Vater.
Bild: Archivfoto: Dieter Bergbauer

„Bruchstücke“ nochmals im Stadttheater Neuburg

Neuburg Rund 6000 Besucher haben das Psychogramm „Bruchstücke“ über Theo Berger im Stadttheater gesehen – bei der Uraufführung 2006 und der Wiederaufnahme 2007. Somit war es laut Kulturamtsleiter Dr. Dieter Distl das „erfolgreichste Stück in der Geschichte des Stadttheaters“, das zudem dem Kulturamt ein vergleichsweise geringes Defizit von lediglich etwa 1000 Euro beschert hat. Jetzt soll das Schauspiel von Winfried Frey nochmals auf die Neuburger Bretter kommen – allerdings nicht, wie von Distl vorgeschlagen, bereits heuer in den Allerheiligenferien, sondern erst 2012. Gestern abend beschloss der Kulturausschuss diesen Zeitpunkt für die erneute Wiederaufnahme mit neun zu zwei Stimmen.

„Geschmacklose Darstellung“

Wie schon in den früheren Spielzeiten, so stand „Bruchstücke“ auch gestern wieder in der Kritik. Stadtrat Horst Gutjahr sprach sich vehement gegen eine weitere Wiederaufnahme aus, „weil ich die Botschaften, die darin gegeben werden, für falsch halte“. Gutjahr prangerte die „Banalisierung des Kriminellen“ an wie auch „das völlig falsche Frauenbild“ und „die geschmacklose Darstellung“ mancher Szenen. Das alles sei nicht akzeptabel und eine Stadt wie Neuburg könne sich so etwas nicht leisten.

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Bettina Häring war anderer Meinung: „Wenn man so denkt, müssten wir viele Stücke verbieten und wir sollten uns das als Stadt nicht anmaßen. Von verbieten könne keine Rede sein, warf Oberbürgernmeister Dr. Bernhard Gmehling ein, denn das Stück sei ja bereits als Eigenproduktion gelaufen. Allerdings sprach sich auch der Rathauschef gegen „Bruchstücke“ in diesem Jahr aus und verwies auf den „übervollen Terminkalender von städtischer Seite“. Zudem teilte Gmehling die Bedenken Gutjahrs: „An einem Thema kommt man nicht vorbei, nämlich daran, dass Verbrechen verharmlost werden.“

Während Brigitte Bößhenz glaubte, „dass wir bei 6000 Zuschauern früherer Aufführungen die interessierten Neuburger bereits erreicht haben“, sprach Distl von einem deutlich weiteren Einzugsgebiet: „Wir erreichen einen Umkreis von 35 Kilometern und eine Klientel, die sonst nie ins Theater geht.“ Er glaubt an eine erneut große Nachfrage.

Das Ensemble soll sich laut Kulturamtsleiter aus in etwa denselben Schauspielern wie damals rekrutieren, aber nicht alle werden wieder dabei sein. Zudem muss ein neues Bühnenbild gebaut werden, da das alte nicht mehr existiert. Es soll einfacher sein und möglicherweise mobil, um es bei Gastspielen in anderen Städten verwenden zu können.

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