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Neuburg

17.02.2015

Totalabstürze bleiben aus

Symbolbild
Bild: Julian Leitenstorfer

Nach den Umzügen und Bällen wird klar: So ruhig wie 2015 war die Narrensaison in der Region selten

Wenn jemand die Faschingssaison zu spüren bekommt, dann ist es in aller Regel die Notfallaufnahme im Klinikum. Das hat einen einfachen Grund. Kein anderes Fest in Deutschland ist enger mit dem Alkohol verbandelt, als die Narrenzeit. Jeder muss gut drauf sein. Bier und Spaßbrause fließen in rauen Mengen, um notfalls das Stimmungsbarometer im Tigerkostüm hoch zu drehen. Bei den Umzügen reiht sich ein „Partywagen“ an den nächsten. Die Augen der meist jungen Menschen oben drauf verraten, dass sie schon ein paar Stunden tief in die Flasche geguckt haben. Irgendwann kommt das Ende des Umzugs und was zumindest in den Karnevalsmetropolen quer durch Deutschland auf den Straßen zurück bleibt, sind Alkoholleichen.

Ist der Totalausfall am Fasching also vorprogrammiert? Davon in Stadt und Land in diesem Jahr nur wenig zu spüren. Oder sogar: „Gar nichts.“ Das sagt zumindest der Dienststellenleiter Ludwig Walter von der Polizei in Neuburg. Es sei ein besonders ruhiges Jahr gewesen. Weder zu den Faschingsumzügen vom Wochenende in Rennertshofen, Bertoldsheim und Weidorf, noch beim Neuburger Umzug am vergangenen Wochenende, geschweige denn zu den Bällen und dem Weiberfasching. Alles ruhig in Neuburg. Kleinere Zwischenfälle gebe es natürlich. Aber dass die Polizei massenweise Alkoholleichen einsammeln und Betrunkenenstreits schlichten müsste, ist übertrieben. Beinahe im gleichen Wortlaut antwortet Klaus Rewitzer, Leiter der Polizei Schrobenhausen. Auch dort: Alles ruhig. Alkoholfahrten seien in beiden Zuständigkeitsbereichen kein großes Thema gewesen. Vielleicht kommen einfach weniger zum Fasching? Den Eindruck hatte Polizist Walter nicht. „Das kann ich nicht aufs Wetter schieben.“

„Wenn einer besoffen ist und irgendwo herum liegt, wird ja auch nicht in allen Fällen die Polizei eingeschaltet“, sagt Dienststellenleiter Walter. Dann kümmert sich erst einmal das BRK und später das Klinikum um den betrunkenen Faschingsfreund. Doch auch das BRK spricht von einem sehr ruhigen Faschingstreiben. „Niemand ist vom Wagen gestürzt.“, sagt Peter Ertle, Einsatzleiter beim BRK-Kreisverband. Auch sonst sei die Zahl der übermäßig Betrunkenen gefühlt zurück gegangenen.

Für die Kliniken St. Elisabeth war das absturzarme Jahr jedenfalls ein Glücksfall. Zur Zeit benötigt das Krankenhaus jedes freie Bett. Pressesprecher Thomas Bauch erklärt: „Das Patientenaufkommen war in den Faschingstagen sehr hoch.“ Was allerdings nicht am Alkohol lag. Die Grippewelle mache sich bemerkbar.

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