Newsticker
Notfallzulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson in den USA
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Über was sich der OB maßlos ärgern kann

18.01.2019

Über was sich der OB maßlos ärgern kann

Bahnhof West, Teil 1: Es geht um ein Biotop und Ausgleichsflächen

In zwei Teilbereiche will die Stadt das Areal im Westen des Neuburger Bahnhofs entwickeln. Im Zuge der Aufstellung eines Bebauungs- und Grünordnungsplans für einen der zwei Bereiche liegen die Ergebnisse der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung vor. Mit ihnen befasste sich der Bauausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend. Bei zwei Anmerkungen der Unteren Naturschutzbehörde reagierte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling besonders erregt.

Beim „Bahnhof West Teil A“ geht es um das Gebiet südlich der Gleise, links und rechts des Ochsenwegs. Über ihn soll künftig von einem Kreisel am Sehensander Weg aus von hinten eine Straße an die Firma Smurfit Kappa andocken, was den Verkehr auf dem Sehensander Weg entlasten würde – gerade dann, wenn einmal die Realschule in Betrieb geht.

Das Gros der eingegangenen Stellungnahmen wurde ohne Diskussion behandelt, anders die der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt. Die verlangt für die Entwicklung des Gebiets eine Ausgleichsfläche von rund 3,3 Hektar, die selbst Seminarförster und CSU-Stadtrat Alfred Hornung als „unangemessen“ bezeichnet. Da es sich mittlerweile um ein grundlegendes Problem handle beschloss der Ausschuss, den Leiter der Behörde am Landratsamt, Siegfried Geißler, zu einem Gespräch einzuladen. Was Gmehling in der Stellungnahme noch mehr zur Weißglut trieb, war Punkt 3: Dort geht die Naturschutzbehörde davon aus, dass die Stadt ein Biotop wieder herstellt, das der Vorbesitzer widerrechtlich beseitigt hat. „Da haut’s mir den Vogel naus. Das geht doch uns nichts an“, meinte Gmehling. Es gibt offenbar einiges zu besprechen.

Immer wieder ist die Nachverdichtung in Herrenwörth ein Thema. Mittlerweile gab es eine Unmenge an Befreiungen von den Festsetzungen im bestehenden Bebauungsplan, damit auch in zweiter Reihe gebaut werden konnte. Handelte es sich dabei bislang um Einfamilienhäuser, geht es aktuell um ein geplantes Doppelhaus in zweiter Reihe. Obwohl die Vorgabe, dass die Nachbarn für das Vorhaben ihre Unterschrift leisten, nicht erfüllt worden war, stimmte der Bauausschuss der Befreiung von der Baugrenze zu und erteilte das gemeindliche Einvernehmen. Weil seitens der Nachbarn rechtliche Schritte drohen, verfolgte der Antragsteller sein Bauvorhaben bislang nicht. Stattdessen stellte er den Antrag auf Änderung des Bebauungsplans. Wegen der wenigen – etwa sieben – Häuser, die in dem Gebiet noch gebaut werden können, sollte man allerdings die Ressourcen im Bauamt nicht verschwenden, weil weitaus größere Gebiete überplant werden müssen, meinte Bürgermeister Johann Habermeyer. Stattdessen sollte man mit dem Bauwerber sprechen und ihm verdeutlichen, dass man nur ein Einfamilienhaus zulassen könne.

Das Technische Hilfswerk wünscht sich an der Ringmeierbucht eine Beleuchtung, um im Ernstfall eine ausreichende Ausleuchtung für die Zufahrt zur Donau zu erhalten. Die sogenannte Slip-Anlage kostet rund 15.000 Euro. Eine hochwassersichere Variante für 35.000 bis 40.000 Euro wurde als nicht erforderlich angesehen. Einstimmig Zuspruch erhielt dagegen ein spontaner Antrag, der die Zufahrt zur Bucht betrifft. Diese ist aktuell gepflastert und damit so holprig, dass Rettungsfahrzeuge mitunter sogar aufsitzen würden, wie OB Gmehling schon beobachtet haben will. Wie bei den Pionieren in Ingolstadt soll die Zufahrt zur Donau betoniert werden. Darüber wird man nun mit dem Wasserwirtschaftsamt als Eigentümer des Geländes sprechen. (mari)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren