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Energiespardorf

28.05.2015

Umweltbildung (be)greifbar machen

Ab sofort können Schüler der Region die Herausforderungen des Themas Energie spielerisch erfahren.
Bild: Peter Satzger

BN und Irma gehen mit einem besonderen Projekt an Schulen. Was Schüler dabei lernen können

Wie stellt man eigentlich die Stromversorgung eines ganzen Dorfes sicher? Und wie schafft man es gleichzeitig, den Kohlendioxid-Ausstoß zu senken und die Nahrungsmittelproduktion im Auge zu behalten? Und wie kann man dabei die unterschiedlichen Interessen in der Gesellschaft unter einen Hut bringen? All dies können Schüler aus der Region IngolStadtLandPlus ab sofort am Modell des Energiespardorfs herausfinden.

Ab Mitte Juni starten BUND Naturschutz (BN) und die Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt (Irma) das Pilotprojekt in Ingolstadt und den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen. Das Energiespardorf kommt direkt an Schulen und Bildungseinrichtungen und wird vom BN im Rahmen von Workshops vorgestellt. IngolStadtLandPlus ist die Erste von vier Regionen, in der das Modelldorf für die Umweltbildung in Bayern eingesetzt wird.

Das Energiespardorf ist ein funktionierendes Modell einer Gemeinde in Form eines Brettaufbaus mit Wohnhäusern, Kleingewerbe und Landwirtschaft. Bei einem drei-stündigen Workshop lernt eine Klasse nicht nur die Grundbegriffe zur Energie kennen, sondern kann auch selbst Veränderungen testen, deren Auswirkungen sofort über eine projizierte Simulation sichtbar werden. Dabei werden die Schüler auch in demokratische Prozesse eingebunden, wenn sie in einer Gemeinderatssitzung in die Rolle von Gemeinderäten und Bürgermeistern schlüpfen und die Interessen ihrer Kommune vertreten. Um die Energiewende umzusetzen, stehen ihnen funktionierende Photovoltaik-Anlagen, Windräder und Biogasanlagen zur Verfügung. Ergänzt wird der Workshop durch ein Energiefahrrad, mit dem körperlich spürbar wird, wie schweißtreibend es ist, etwa einem Radio Musik zu entlocken.

Die ersten Schritte des Projektes wurden durch den Kleinprojektefonds von Irma unterstützt, um das Energiespardorf überhaupt in die Region holen zu können. Das aktuelle Pilotprojekt für die Schulen unterstützt Irma nun im Rahmen des MINTmacher-Netzwerks, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die Begeisterung an naturwissenschaftlichen und technischen Themen bei Kindern und Jugendlichen in der Region zu fördern. Irma übernimmt zudem die anfallenden Kursgebühren für die Schulen. Das Projekt wird vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert, die Kreisgruppen der Region haben sich mit einem Eigenanteil an den Kosten beteiligt und übernehmen die Organisation und Verwaltung vor Ort. Das Energiespardorf ist ab 15. Juni für die Schulen und andere Bildungsträger in der Region 10 verfügbar. (nr)

Die BN-Verwalterin in der Geschäftsstelle Pfaffenhofen, Vivien Riener, ist telefonisch ab 8. Juni montags von 14 bis 17 Uhr erreichbar unter der Nummer 08441/71880 oder über E-Mail energiespardorf-region10@bn-paf.de.

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