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Reichertshausen

10.06.2019

Unbekannter vergiftet zwei Greifvögel

Zwei Rotmilane sind in Reichertshausen vergiftet worden. (Symbolfoto)
Bild: Tom Engel (Archiv)

Ein Unbekannter hat in Reichertshausen zwei Greifvögel vergiftet. Die Rotmilane hatten Junge. Die Polizei warnt vor weiteren Giftködern.

Ein freiberuflicher Ornithologe hat am Sonntag, im Waldgebiet östlich von Reichertshausen im Landkreis Pfaffenhofen, eine auftragsgemäße Begehung durchgeführt. Wie die Polizei mitteilt, hat er dabei nach Horsten von Greif- und Großvögeln gesucht und diese für ein Gutachten kartiert. Gegen 10 Uhr wurde er im Waldgebiet „Kreuzleiten“ nördlich der Ortschaft Salmading fündig, wo er einen scheinbar verlassenen Raubvogelhorst entdeckte. Als er dessen Umfeld absuchte, entdeckte der Ornithologe etwa 15 Meter östlich des Horstes einen toten männlichen Rotilan und rund 30 Meter nordöstlich einen toten weiblichen Rotmilan am Waldboden.

Die getöteten Greifvögel in Reichertshausen hatten Junge

Ein Greifvogelspezialist aus dem Landkreis Freising hat die Greifvogelkadaver näher untersucht. Dabei ergaben sich eindeutige Anzeichen auf eine Vergiftung der Tiere durch einen Köder. Die Kadaver wurden daraufhin für eine genauere Untersuchung in der Vogelklinik der LMU München sichergestellt.

Ein weiterer angeforderter Spezialist kletterte zu dem Horst im Wipfel einer Kiefer in etwa 20 Metern Höhe. Darin entdeckte er zwei unversehrte, etwa zweieinhalb Wochen alte Jungvögel. Die Tiere wurden geborgen und sollen nun gepflegt und aufgezogen werden. Anschließend werden sie wieder ausgewildert.

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Womögliche weitere Giftköder in Reichertshausen

Laut Auskunft der Experten müssen die Elterntiere erst wenige Stunden vor der Entdeckung verstorben sein. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass im engeren Bereich um den Brutplatz im Radius von rund 1,5 bis 2 Kilometer noch weitere Giftköder ausgelegt sind. Hundehaltern wird daher empfohlen, ihre Hunde in diesem Bereich anzuleinen. Auch Kinder sollten hinsichtlich entsprechender Fundstücke sensibilisiert werden, nichts anzufassen.

Sollten verdächtige Objekte oder tote Vögel im weiteren Umkreis gefunden werden, oder sollte es Hinweise zur Auslegung möglicher Köder geben, wird die Bevölkerung gebeten, die zuständigen Behörden zu verständigen oder sich bei der Polizei Pfaffenhofen unter 08441/80950 zu melden.

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