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16.07.2010

Ungewöhnliche Technik auf heimischem Boden

Dieser Mähdrescher ist ein Spezialfahrzeug: Mit Ketten bestückt kann er auch bei schlechtem Wetter die Ernte bergen. Foto: Ludwig Wagner
Bild: Ludwig Wagner

Klingsmoos Mähdrescher gibt es in unserem Lande eigentlich wie Sand am Meer. Aber ausgerüstet als Raupenfahrzeug? Mit Ketten statt Rädern? Derartige Fahrzeuge sind hierzulande eher eine Seltenheit, sind sie doch eigentlich Maschinen für die Reisernte in sumpfigem und wässerigem Gelände.

"Das stimmt", meinen dazu Lohnunternehmer Hans Appel und sein Sohn Dietmar aus Klingsmoos. Doch jetzt kommt das große "Aber". Was ist, wenn das Wetter nicht mitspielt und den Landwirten die kalte Schulter zeigt? "Wir müssen jetzt schon für die nächste Ernte vorbauen und in flexible Erntemaschinen investieren. Nur dann sind wir jederzeit gerüstet, auch wenn es ein matschiger Boden ist und mit normalen Fahrzeugen nicht mehr geerntet werden kann", so die beiden Appels. Denn dank der Ketten ist der Bodendruck geringer und die Erntemaschine macht so auch bei schlechtem Wetter keine Schäden.

Dabei verweisen sie auf das Jahr 1981. Hans Appel war damals der erste und einzige, der sich kurzerhand eine Reisraupe besorgte und im Februar die Herbsternte mit Mais durchführte. "So schlimm ist es zwar seitdem nicht mehr gekommen, aber einsetzen mussten wir die Raupe doch noch einige Male", erzählt Appel.

Den Wetterunholden trotzen

Jetzt ist das Lohnunternehmen noch schlagkräftiger geworden, besitzt nun ein zweites Raupenfahrzeug als Getreide- und Maisdrescher und ließ - um beweglich zu sein - extra einen speziellen Tieflader anfertigen. "Jetzt kann die Ernte kommen, wir sind gerüstet und können den Wetterunholden trotzen", meinen dazu die Appels.

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