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Ingolstadt

28.03.2018

Unterhält, berührt und tut Gutes

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2 Bilder
In dem besonderen Filmprojekt „Robin – Watch For Wishes“ stecken vier Jahre Arbeit. Gedreht wurde unter anderem auch in Südafrika. 
Bild: Foto: Nina Rühr

Die Brüder Kevin und Tobias Schmutzler haben ihren nächsten Film fertig. Wer ihn schaut, spendet zugleich. Um was es genau geht.

Vier Jahre Arbeit stecken im Filmprojekt „ Robin – Watch For Wishes“ der Ingolstädter Filmemacher Kevin und Tobias Schmutzler. Zusammen mit ihrer Filmcrew drehten sie in Südafrika und in Deutschland. Viele Szenen sind dabei auch in Ingolstadt entstanden. Erzählt wird die Geschichte eines todkranken Buben, der sich gemeinsam mit seinem Vater mehrere Wünsche erfüllt, die er auf einer Liste niedergeschrieben hat.

Wenn Robin nun am 21. April Weltpremiere feiert, dann dürfen sich die Besucher auf einen außergewöhnlichen Film freuen, denn er überzeugt nicht nur durch tolle Schauspieler, beeindruckende Aufnahmen und eine ergreifende Story, „Robin“ ist viel mehr als einfach nur ein Kinofilm. Denn der Film wird anschließend auch im Internet zu sehen sein – auf der Homepage www.watchforwishes.com genauso wie auf YouTube. Für jeden Klick, den der Film dort bekommt, fließt eine automatische Spende an verschiedene soziale Organisationen. Ein Film also, der nicht nur unterhält und berührt, sondern auch Gutes tut.

Dass so ein aufwendiges Filmprojekt überhaupt kostengünstig realisiert werden konnte, war nur dank zahlreicher helfender Hände möglich – Sponsoren unterstützten das Team genauso wie die Schauspieler, die etwa auf ihre Gage verzichteten.

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Obwohl es immer wieder auch mal zu Rückschlägen gekommen ist, haben die Ingolstädter nie ans Aufgeben gedacht, sondern immer nach einer neuen Lösung gesucht. In Südafrika etwa hatte ihnen die Tourismusbehörde eine schon erteilte Drehgenehmigung fürs Kap der Guten Hoffnung einen Tag vor dem Dreh plötzlich grundlos entzogen. „An einem Punkt, nachdem schon drei Viertel des Films im Kasten sind, trifft dich so eine Nachricht zwar mit ordentlicher Wucht, aber sie haut dich nicht mehr um. Also haben wir nachts angefangen, alternative Pläne zu schmieden, und dann haben wir uns eben ein Fake-Kap gebaut, das jetzt am Ende viel besser aussieht als das Original“, lacht Kevin Schmutzler.

Viel Zeit, aufgeregt vor der großen Premiere zu sein, haben die beiden Brüder nicht. Denn bis dahin gebe es noch unendlich viel zu tun. Außerdem sei die Filmpremiere ja nur so etwas wie ein Startschuss für ihre Kampagne, durch die sie Spenden sammeln wollen. „Die Premiere ist immer etwa Besonderes, weil da erst einmal viel Druck abfällt – der Film ist fertig, Leute sehen ihn und manchen wird er ja hoffentlich auch gefallen. In unserem Fall ist es natürlich ein bisschen anders, denn mit der Premiere geht der Film auf YouTube online und es beginnt unsere Aktion ,Watch For Wishes’ und ab dann zählt für vier Wochen jeder Klick“, erklärt Kevin Schmutzler.

Nach der Premiere am 21. April werden alle viel herumreisen. Es geht auf Promotiontour quer durch die Republik. In ganz Deutschland möchte man den Film genauso zeigen wie in Kapstadt, London oder in den USA auf einigen Filmfestivals. Denn es geht darum, den Film bekannt zu machen und so möglichst viele Spenden zu sammeln.

„Die letzten vier Jahre hat unsere Crew viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt“, sagt Tobias Schmutzler. Die beiden Schmutzler-Brüder hoffen nun, dass der Film auch andere Filmemacher inspirieren kann, ähnliche Projekte auf die Beine zu stellen – und so etwas für den guten Zweck zu tun.

www.watchforwishes.com

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