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Bergheim-Unterstall

08.09.2019

Unterstall hat einen neuen Waldkindergarten

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3 Bilder
Zahlreiche Gäste bestaunten die neuen Blockhütten im Waldkindergarten, die der Dolllnsteiner Peter Würzburger gebaut hat.
Bild: Julia Abspacher

Nach dem Feuer von 2018 wurden nun ganz neue Blockhütten errichtet. Die Übergangszeit in den Bauwagen ist für die Kinder nun vorbei.

„Es kommt zwar genügend Wasser von oben herab, aber eben kein Weihwasser“, scherzte Pfarrer Michael Sauer, als er am Sonntagnachmittag den neuen Waldkindergarten in Unterstall feierlich einweihte und die beiden neu errichteten Blockhütten dann zur Sicherheit doch noch mit Weihwasser segnete. Bürgermeister Tobias Gensberger konnte zur Einweihung zahlreiche Gäste aus der Gemeinde, dem Landkreis sowie Hans-Jürgen Dunkl vom Sozialministerium begrüßen.

Der Neubau der Hütten war nötig geworden, weil im März 2018 ein Feuer den Bauwagen, der früher als Basis des Waldkindergartens diente, im Inneren komplett zerstört hatte. Für die Gemeinde war jedoch schnell klar, dass man im Unterstaller Wald weiter Kinder betreuen wollte, als Ergänzung zum Angebot des klassischen Kindergartens in Bergheim.

Sozialministerium förderte den Neubau des Waldkindergartens in Unterstall

Als Übergangslösung waren die knapp 20 Kinder und ihre Betreuer in zwei Bauwagen untergebracht, bevor sie ab diesem Monat also in die neu errichteten Blockhütten ziehen können. Die Kapazität liegt mit zwei Hütten und zwei Gruppen nun bei 30 Kindern, einige wenige Plätze sind in diesem Jahr noch frei. „Da die Förderung des Sozialministeriums erst bei Investitionen ab 100.000 Euro greift, mussten wir größer planen und sind so jetzt auch gleich für die Zukunft bestens aufgestellt“, erklärte Gensberger in seiner Ansprache. Bis zu 90 Prozent der schlussendlichen Baukosten von rund einer Viertelmillion übernimmt das Ministerium. „Die Fichten sind hier in Unterstall gewachsen, die Dächer sind eingesät worden und fangen bald an zu grünen, und die Gummidichtungen der Türen sind die einzigen Teile, für die wir keine Naturmaterialien verwenden konnten.“ Trotz der großzügigen Hütten werden die Kinder die meiste Zeit draußen verbringen. „Die Natur bleibt das A und O“, wie Kindergartenleiterin Angelika Wesolowksi betonte.

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„Es ist großartig von der Gemeinde, dass sie nach diesem Schock im März 2018 nicht die Flinte ins Korn geworfen, sondern die Ärmel hochgekrempelt und mit diesen tollen Hütten sogar noch einen draufgesetzt hat“, zeigt sich auch Landtagsabgeordneter Matthias Enghuber im Grußwort begeistert.

Landrat Peter von der Grün: Kinder sollen hier viele Abenteuer erleben

Auch Landrat Peter von der Grün gab seine Wünsche mit auf den Weg: „Ich hoffe, dass die Kinder an diesem tollen Standort viel Spaß haben und viele Abenteuer erleben können.“

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