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19.05.2020

VR Bank zieht positive Bilanz

Das Geld der Kunden fließt derzeit in langfristige Anlagen

Normalerweise hätte die VR Bank Neuburg-Rain eG in diesen Wochen ihre Vertreterversammlung abgehalten. Doch wegen der Corona-Pandemie wurde sie auf Herbst verschoben. Nichtsdestotrotz zieht die Genossenschaftsbank eine Bilanz des vergangenen Jahres.

Mit einem Bilanzzuwachs von 17,7 Millionen Euro (1,4%) sei der erfolgreiche Kurs der vergangenen Jahre fortgesetzt worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Vor allem das Kreditgeschäft habe sich gut entwickelt. Insgesamt seien 188 Millionen Euro an neuen Krediten zugesagt worden.

Bei den bilanziellen Kundeneinlagen verzeichnete die Bank einen Zuwachs von 12,7 Millionen Euro (1,3%). Die Suche der Kunden nach rendite- und chancenreicheren Anlageformen habe auch vor dem Hintergrund des Negativzinsumfeldes zu einem signifikanten Zuwachs im Wertpapier- und Versicherungsgeschäft und damit zu einer deutlichen Ausweitung des kompletten Kundenanlagevolumens um 6,9% geführt. Im vergangenen Jahr hat die VR Bank unter anderem 1180 langfristige Fondssparpläne und 690 Bausparverträge abgeschlossen. Das Lebensversicherungsgeschäft wurde um 7,5% auf 17,1 Millionen Euro gesteigert, und auch bei den Sachversicherungen konnte das neu abgeschlossene Prämienvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 7,5% auf 903.000 Euro zulegen.

Die nach den Worten der VR Bank guten Vertriebsergebnisse spiegeln sich auch in der Gewinn- und Verlustrechnung der Bank positiv wider. In dieser würden sich jedoch auch die negativen Auswirkungen der Negativzinspolitik der EZB inzwischen deutlich zeigen. So habe sich der Zinsüberschuss der Bank im vergangenen Jahr um 1,2 Millionen Euro verringert. „Die Negativzinsphase wird uns sicherlich noch über mehrere Jahre begleiten und unsere Ergebnisse entsprechend negativ beeinflussen“, erläutert Vorstand Roland Gieß. Unter dem Strich und nach Abzug aller Kosten und Steuern – die VR Bank ist mit knapp 3,8 Millionen Euro an Steuern einer der großen Steuerzahler der Region – könne die Genossenschaft das Geschäftsjahr 2019 mit einem Bilanzgewinn von 2,58 Millionen Euro abschließen.

Neben den Auswirkungen der anhaltenden Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank würde natürlich auch die Corona-Krise für regionale Banken in der Zukunft ihre Schatten vorauswerfen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Auf unsere Bank wird die aktuelle Situation sicherlich auch zahlentechnisch Einfluss nehmen. Die wirtschaftlichen Folgen sind jedoch derzeit kaum verlässlich prognostizierbar“, so Roland Gieß. Die Vorstände gehen jedoch davon aus, dass die zu erwartenden negativen Rückwirkungen auf die Gesamtertragslage von der Genossenschaftsbank gut gemeistert werden können.

Die Corona-Pandemie habe auf die tägliche Arbeit der Bankangestellten immense Auswirkungen. So wurden frühzeitig umfangreiche Schutz- und Hygienemaßnahmen umgesetzt, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren und das Tagesgeschäft aufrecht erhalten zu können. So wurde in der Kundenbetreuung vorübergehend die persönliche Beratung auf Notfälle reduziert und verstärkt auf die Telefonberatung zurückgegriffen. In der Zwischenzeit hat die Bank sogar die Videoberatung eingeführt, die rege genutzt werde.

Seit Ende April sind aufgrund der rückläufigen Ansteckungszahlen in Bayern wieder persönliche Beratungstermine vor Ort unter Einhaltung der Hygienevorschriften möglich. Seit Montag hat die Bank auch wieder den bedienten Service in verschiedenen Geschäftsstellen aufgenommen. (nr)

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