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23.07.2010

Vater lässt die Fäuste fliegen

Neuburg Einen etwas heiklen Fall von vorsätzlicher Körperverletzung hatte gestern Amtsrichter Gerhard Reicherl zu verhandeln. Ein 65-jähriger Neuburger hatte seine Tochter mit der Faust geschlagen, wovon die junge Frau Prellungen erlitt. Grundlos - wie es in der Anklageschrift hieß - geschah dies jedoch nicht.

Die 15-Jährige randalierte in der Wohnung des Vaters und beleidigte ihn. Als die junge Dame ihm drohte auszuziehen, hielt sie der Mann fest. Dabei trat ihm die 15-Jährige gegen das Bein.

Tochter hatte Probleme auf ihn abgewälzt

Er habe noch nie Kinder geschlagen. Er wisse, dass man das nicht tut, sagte der 65-Jährige unter Tränen aus. Seine Tochter habe ihn provoziert und ihre schulischen Probleme auf ihn abgewälzt. Richter Reicherl konnte nachvollziehen, dass die Provokation der 15-Jährigen der Auslöser des Vorfalls war. "Aber trotzdem schlägt man nicht zu", vertrat der Richter eine eindeutige Meinung.

Auch die Höhe des Strafbefehls von 1400 Euro schienen dem 65-Jährigen ungerechtfertigt. "Ich wurde als Arbeiter verurteilt, nicht als Rentner", ereiferte sich der Angeklagte. Doch da konnte ihn der Vorsitzende Richter beruhigen. Da er bisher nicht vorbestraft war, verurteilte Richter Reicherl den Mann letztlich "nur" zu 700 Euro Geldstrafe. Damit war der Neuburger einverstanden.

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