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16.05.2015

VdK sucht ehrenamtliche Mitarbeiter

Sind nach wie vor unzertrennlich: Olga S. und ihre ehrenamtlich für den VdK tätige Pflegebegleiterin Hedwig Brenner.
Bild: Claudia Stegmann

Dasein für Pflege- oder Hilfsbedürftige

Sie sind nicht einmal eine Handvoll. Die Arbeit, die sie leisten, ist überaus wertvoll. Die derzeit vier ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen beim VdK-Kreisverband kümmern sich in der Geriatrie um pflege- und hilfsbedürftige ältere Menschen. Allerdings bräuchten sie dringend mehr helfende Hände, die sich zeitweise als Pflege- und Patientenbegleiter beim VdK engagieren. Am kommenden Mittwoch (14 Uhr) findet dazu im Vortragsraum des Geriatriezentrums eine Infoveranstaltung statt.

Hedwig Brenner ist eine der helfenden Hände. Seit zehn Jahren leistet sie mit ihren Kolleginnen am Samstagvormittag für den VdK Pflegedienst in der Geriatrie. Rund 40 Frauen und Männer werden dann von den Ehrenamtlichen zum Beispiel zum Gottesdienst in die Kapelle gefahren. Die 75-jährige Neuburgerin arbeitet seit 2009 aber auch im Besucherdienst. Wie bereits berichtet, kümmert sich Hedwig Brenner dabei um die mittlerweile 94-jährige Olga S. Jeden Mittwoch – und mitunter auch noch an weiteren Tagen – kommt sie zu Besuch. Dann wird geratscht oder spazierengegangen oder dem zugehört, was ihr erzählt wird. „Es reicht, wenn man einfach da ist. Das Glück, das man damit spendet, ist unbeschreiblich“, erzählt Hedwig Brenner.

Nun hoffen die vier, ja auch schon älteren Damen auf Verstärkung. Mit der Infoveranstaltung am Mittwoch soll für ihr Ehrenamt geworben werden, mit dem pflegenden Personen und Angehörigen der Alltag erleichtert werden soll. Viele Menschen, sagt der VdK, würden ihre Partner, Eltern oder ein Kind mit Behinderung aufopferungsvoll pflegen, selbst dabei aber meist zu kurz kommen. Um ihnen helfen zu können, suche der VdK engagierte Menschen wie Hedwig Brenner als Pflege- und Patientenbegleiter im Geriatriezentrum oder im häuslichen Umfeld. „Der Zeitaufwand ist dabei gering – die Wirkung enorm“, betont VdK-Kreisgeschäftsführerin Sandra Andritschke.

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Natürlich werden die Ehrenamtlichen nicht ins kalte Wasser geworfen. Den Umgang mit alten Menschen lernen sie in einer zweitägigen Ausbildung. Dort wird ihnen unter anderem gezeigt, wie sie etwa mit Demenzerkrankungen, Schlaganfall-Patienten oder Menschen mit Schluckstörungen umgehen. Ebenso werden Hebe- und Lagerungstechniken vermittelt. Dies ist zum Beispiel wichtig für Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder bettlägerig sind. Professionelle Pflegetätigkeiten müssen sie allerdings nicht übernehmen.

Bei der Infoveranstaltung am Mittwoch, 20. Mai, um 14 Uhr im Geriatriezentrum hält Chefarzt Dr. Not-Rupprecht Siegel einen Vortrag über den altersmedizinischen Patienten. Außerdem stellt der VdK-Kreisverband weitere ehrenamtliche Tätigkeiten vor.

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