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Neuburg

21.11.2019

Verkehrsverein erklärt seinen Frust

Ungewohnter Anblick so ganz ohne Schlossfest-Gewand: Manfred Neumaier, Marktwaibl des Verkehrsvereins, wurde vom Vorsitzenden Friedhelm Lahm für seine 25-jährige Mitgliedschaft im Verein geehrt. 
Foto: Alexandra Maier

Plus Die Trennung von Angela Kockers, die Kündigung des Christkindlmarktes und die Trennung von der Neuburger Weihnacht. Vorsitzender Friedhelm Lahn hatte viel zu erklären.

Es war ein gutes Jahr für den Neuburger Verkehrsverein. Der Vorsitzende, Friedhelm Lahn, zog im voll besetzten Wirtshaus Pfafflinger bei der diesjährigen Mitgliederversammlung Bilanz.

Heuer wartet eine Premiere auf den Verein: Erstmals organisiert er nur die „Neuburger Schlossweihnacht“. Lahn legte vor den Mitgliedern noch einmal die Gründe dar, warum es dem Verein nicht mehr möglich war, den Christkindlmarkt auf dem Karlsplatz zu stemmen. „Nachdem wir mit dem Christkindlmarkt ins Minus geraten wären, mussten wir schnell handeln um Schaden vom gemeinnützigen Verein abzuwenden“, erklärte Lahn. Dabei stellte er auch noch einmal heraus, dass es 1991 der Wunsch der Stadt Neuburg gewesen sei, diesen Christkindlmarkt ins Leben zu rufen. Doch im Laufe der Zeit habe die Stadt die Leistungen immer weiter reduziert. „Wir konnten dann aufgrund der im Oktober und November aufgelaufenen Kosten den Christkindlmarkt finanziell nicht mehr tragen“, so Lahn weiter. Er betonte aber auch, dass es weiterhin ein gutes Miteinander mit der Stadt gäbe. „Wir haben der Stadt 20 Hütten verkauft, zu einem fairen Preis.“ Etwas Frust klang bei Lahn durch, als er darlegte, warum die Zusammenarbeit mit der „Neuburger Weihnacht“ aufgekündigt wurde. Dem vorausgegangen sei ein Empfehlungsschreiben der Fieranten und Organisatoren des unteren Weihnachtsmarkts, der Stadtrat soll die Verbindung nicht befürworten. Dies sei, so Lahn, keine Grundlage für eine Zusammenarbeit.

Verkehrsverein organisierte ein erfolgreiches Schloßfest

In diesem Jahr umfasst die „Neuburger Schlossweihnacht“ 18 Programmpunkte. 2020 wird die Schlossweihnacht aufgrund der Renovierung im Schloss allerdings pausieren. Ab 2021 will der Verkehrsverein nach eigener Aussage mit einem neuen Konzept starten.

Lahn bedankte sich bei seiner Mannschaft für ein großartiges 25. Neuburger Schlossfest mit 90.000 Besuchern. Er hob besonders das Engagement des neuen Sicherheitschefs Mate Beric hervor. Beric habe seine Feuertaufe mit Bravour bestanden. Einen kleinen Seitenhieb gegen die Stadt gab es dann in Sachen Steckenreitertanz. „Wir waren verwundert, dass es eine Stadtratssitzung gab bezüglich der Kündigung und der Satzungsänderung der Tanzschule. Wir wurden nicht gehört beziehungsweise geladen“, äußerte Lahn sein Unverständnis. „Wir müssen uns überhaupt nichts vorwerfen lassen. Wir haben für die Übungsstunden bezahlt.“ Der Hintergrund: Der Verkehrsverein hat die Zusammenarbeit mit Angela Kockers von der städtischen Tanzschule aufgekündigt. Dem Schlossfest-Komitee sei es ein Anliegen ein Fest von Bürgern für Bürger zu veranstalten. Man wolle vielen Kindern die Möglichkeit geben am Steckenreitertanz teilzunehmen, rechtfertigte der erste Vorsitzende die Kündigung, die für viel Wirbel gesorgt hatte. Der Verein habe eine andere Zielsetzung als Angela Kockers, deren Engagement Lahn an diesem Abend ausdrücklich würdigte. „Sie hat zurecht den Kulturpreis erhalten, hat aber nicht mehr zu unserem Schlossfest gepasst.“

Auch finanziell steht der Verein auf soliden Beinen wie Kassiererin Susanne Klimosch-Kreitmeier berichtete. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden auch langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Georg Bauer, Manfred Neumaier und Josef Eichinger halten dem Verein seit 25 Jahren die Treue.

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