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30.06.2009

Verwehrte Erfrischung

Eines Tages vor gar nicht all zu langer Zeit strömte aus dem Eichstätter Unigebäude eine Masse schwitzender Studenten. Sie kamen aus dem großen Vorlesungssaal im zweiten Stock, in dem tropische Temperaturen herrschten. Als ein paar von ihnen die Demonstranten sahen, die zusammen mit der Bildung im Brunnen vor der Universität baden gingen, beschlossen sie, dass es Zeit für eine Erfrischung wäre. Doch außer der schmutzigen Altmühl gab es in Eichstätt keine Möglichkeit an ein frisches Nass zu kommen. Das Hallenbad hat Sommerpause und das Freibad ist diesen Sommer auch geschlossen.

Um diesen Umstand zu umgehen, machten sich einige mutige Studenten auf nach Neuburg, um sich dort ihr Badeerlebnis zu holen. Doch auch dort stießen sie am Hallenbad nur auf ein Schild, dass die Schließung aufgrund von Sanierungsarbeiten verkündete.

So langsam bekamen es die Studenten mit der Angst zu tun: Waren sie jetzt wirklich gezwungen, sich ein Planschbecken in den Garten zu stellen oder gar in die schmutzige Altmühl zu springen? Steckt hinter der Schließung der Schwimmbäder gar die Unileitung, die die Studenten vor unnötigen Badepausen, die den Lernfortschritt verzögern, schützen will? Doch die mutigen Studenten wollten nicht aufgeben. Fieberhaft überlegten sie, wo es in Eichstätt noch eine Bademöglichkeit gibt. Und plötzlich hatte einer von ihnen die zündende Idee: Also warfen sie sich voller Trotz und Enthusiasmus ins Kneippbecken und genossen die Abkühlung. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann baden sie noch heute.

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