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Neuburg

05.02.2018

Vhs: Bildung ohne Ende

Die Volkshochschule Neuburg bietet in ihrem neuen Programm so viele neue Kurse wie noch nie: 114 an der Zahl – allein sie füllen Seiten. Genügend Auswahl also, nicht nur für Kunden, die einzelne Kurse buchen, sondern auch für Inhaber der begehrten Flatrate. Sie zahlen einmalig einen Pauschaltarif und haben dann freie Wahl.
Bild: Marcel Rother

Mit einer Flatrate können Teilnehmer so viele Kurse besuchen wie sie möchten. Das kommt an. Einige sind bereits ausgebucht.

Das Telefon klingelt. Nicht minütlich, sekündlich. Das zeigt die kleine rote Lampe am Headset von Heike Stemmer an – sie blinkt – die Verwaltungsangestellte der Vhs Neuburg begrüßt den nächsten Kunden: „Volkshochschule Neuburg, Stemmer, guten Morgen!“ Am Montag, dem ersten Anmeldetag für das neue Kursprogramm, vergeht kaum ein Moment, in dem es nicht läutet oder klopft und Besucher zur Tür reinkommen. Die Kurse sind beliebt, einige bereits am Mittag ausgebucht.

„Das ist das normale Chaos“, sagt Stemmer und lacht. Es wird sie und ihre drei Kolleginnen mindestens noch bis Ende der Woche begleiten. Dann, so hofft sie, wird es durch den Fasching eine kleine Verschnaufpause geben, bevor es mit dem nächsten Schwung Anmeldungen weitergeht. Während zwei ihrer Kolleginnen ein Stockwerk tiefer vorwiegend gegen das überquellenden E-Mail-Postfach ankämpfen, kümmert sie sich zusammen mit Geschäftsführerin Christa Jerominek-Mundil um telefonische Anfragen und Kunden, die direkt in die Vhs kommen und dort ihre Kurse buchen.

Das persönliche Gespräch ist wichtig

Für viele geht nichts über das persönliche Gespräch. Sie wollen beraten und informiert werden und mit einer schriftlichen Bestätigung für den gebuchten Kurs das Zimmer verlassen. Ganz klassisch. Vor allem ältere Kunden würden auf die Begegnung Wert legen, weiß Stemmer. Einige von ihnen kennt sie längst persönlich, schließlich arbeitet sie seit 1990 im Kundenservice der Vhs. So wie sie sind viele der Kunden der Bildungseinrichtung seit Jahren treu: Rund 70 Prozent seien „Wiederholungstäter“, 30 Prozent wagten sich zum ersten Mal in einen Vhs-Kurs, sagt Stemmer.

Einige Stammkunden haben derart Gefallen an den Kursen gefunden, dass sie einen der begehrten Pauschaltarife buchen. Zehn dieser sogenannten Flatrates bietet die Vhs pro Jahr an. „Als Schmankerl“, sagt die Geschäftsführerin. Die Teilnehmer zahlen einmalig 200 Euro und können so viele Kurse besuchen, wie sie möchten. Zwar sind Reisen, Fotourlaube und andere ausgewählte Einzelveranstaltungen ausgenommen, dennoch steht den Kunden mit diesem Angebot die Tür zu mehr als 90 Prozent der Kurse offen.

Sie bucht seit Jahren die Flatrate

Pauline Eberle bucht die Flatrate bereits seit vielen Jahren. Warum? Ganz einfach: „In der Volkshochschule kann ich zusammen mit anderen Teilnehmern mein Wissen erweitern – ein einmaliges Angebot“, sagt die 56-Jährige. Für sie ein Muss sind Kurse in orientalischem Tanz und im Gestalten, die bucht sie immer. Abgesehen davon ist ihr Interesse breit gefächert: egal, ob Nähen, Basteln, Kochen oder Wandern – was ihr gefällt, das probiert sie aus. Auf acht Veranstaltungen bringt sie es in diesem Halbjahr. Würde sie die Kurse einzeln buchen, käme sie das weitaus teurer, betont sie. Und: Sie hatte Glück. In jedem Kurs, den sie sich ausgesucht hatte, konnte sie noch einen Platz ergattern.

Das gilt nicht für alle Teilnehmer. Manche müssen Heike Stemmer und ihre Kolleginnen vertrösten und auf die Warteliste setzen. Am ersten Tag kamen mehr als 650 Anmeldungen rein. „Das ist Rekord“, sagt Stemmer. Ausgebuchte Kurse sind die Konsequenz. Koch- und Fitnesskurse seien besonders beliebt: Pilates, Qigong und Ganzkörper-Work-out schon voll – so wie 20 Kurse insgesamt. Die Flatrates sind ebenfalls gut gebucht: Am ersten Abend gab es noch zwei freie Plätze.

Die Anmeldung soll einfacher werden

In Zukunft soll die Anmeldung einfacher werden. Wie bei vielen anderen Volkshochschulen üblich, sollen auch in Neuburg Kurse zusätzlich über die Homepage gebucht werden können. Die Arbeit an dem Projekt läuft, pünktlich zum neuen Programm im Herbst soll das Angebot starten. Dann weist eine Ampel im Internet den Teilnehmern den Weg: Grün=Plätze frei, Orange=wenig Plätze, Rot=ausgebucht. Bis es so weit ist, blinkt anstelle einer Ampel weiterhin das Headset von Heike Stemmer. Bei jedem Kunden. Oder es klopft an der Tür. Egal wie, woran sich in Zukunft nichts ändern wird: Wer zuerst kommt, der bekommt den Zuschlag.

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