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29.07.2010

Volksfestabend im Zeichen des Ehrenamts

Bevor die Pflicht rief, drehten OB Gmehling (links), Sozialministerin Christine Haderthauer und Landrat Roland Weigert (hinten) eine Runde am Kettenkarussell.
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Bevor die Pflicht rief, drehten OB Gmehling (links), Sozialministerin Christine Haderthauer und Landrat Roland Weigert (hinten) eine Runde am Kettenkarussell.

Neuburg Allein in Bayern werden pro Monat 75 Millionen Stunden von 3,8 Millionen ehrenamtlich engagierten Männern und Frauen erbracht. Das sind 37 Prozent der Bevölkerung im Alter von 14 Jahren.

Diese Kernaussage traf am Dienstag beim Abend für die Ehrenamtlichen aus Stadt und Landkreis auf dem Neuburger Volksfest Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer.

"Sie alle können stolz auf sich sein", rief die gutgelaunte CSU-Politikerin den rund 1000 Besuchern im Lanzlfestzelt zu, nachdem sie kurz zuvor zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling und Landrat Roland Weigert etliche Runden mit dem Kettenkarussell gedreht hatte.

Arbeit der Ehrenamtlichen sei gar nicht zu bezahlen

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Menschen, die sich im Ehrenamt einbringen, seien freischaffende Künstler, die sich individuell mit all ihren Stärken und Schwächen, mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen einbringen, unterstrich Haderthauer. Was im Ehrenamt geleistet werde, sei staatlich gar nicht zu organisieren und auch nicht zu bezahlen.

Den Anteil der ehrenamtlich tätigen Bürger im Landkreis mit einem Anteil zwischen 40 und 50 Prozent nannte sie überdurchschnittlich hoch. Laut Haderthauer ein Beweis dafür, dass auf kommunaler Ebene ein förderliches Klima für das bürgerschaftliche Engagement existiert. Zeugnis davon gebe auch der anberaumte Abend.

Das Ehrenamt und dessen Unverzichtbarkeit hatten in ihren Ausführungen auch Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling und Landrat Roland Weigert hervorgehoben. Es war im Anschluss an die Reden nicht unbedingt die ganz große Show, die man vielleicht im Vorfeld erwartet hatte. Der Versuch einen solchen Abend durchzuführen scheint sich dennoch gelohnt zu haben. Zunächst spielte das Blasorchester der Musikschule Schrobenhausen und anschließend die Baringer Blaskapelle auf.

Richtige Feierlaune wollte nicht aufkommen

Denn im Gegensatz zum Volksfestdienstag des vergangenen Jahres, als die Burschen und Madln im Dirndl auf Tischen und Bänken rockten, war heuer die doppelte Anzahl an Besuchern zu der von Klaus Benz und Bernhard Mahler moderierten Veranstaltung gekommen.

Stark vertreten waren die Wasserwacht Ortsgruppe Neuburg mit 36, die Neiburger Woazenbuam mit 28 und die Schiedsrichtergruppe mit 27 im Ehrenamt tätigen Anwesenden.

Zur Belohnung gabs dafür süffigen Gerstensaft. Lag es nun am Publikum oder an der bereits vorangeschrittenen Zeit, Bäume vermochte das bekannte Neuburger Comedy-Duo Noppo und Sepp bei ihrem Auftritt nicht mehr herauszureißen. Gegen 22.30 Uhr war das Festzelt bereits nahezu leer gefegt.

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