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Audi

24.03.2015

„Volle Unterstützung“

Ministerpräsident Horst Seehofer war am Dienstag Gast bei der Betriebsversammlung von Audi. Sowohl Audi-Chef Rupert Stadler (rechts) als auch Audi-Betriebsratsvorsitzender Peter Mosch (links) thematisierten die schwierige Verkehrssituation. Seehofer versprach, sich beim Bahnvorstand für den Bahnhalt stark zu machen.
Bild: kuepp

Ministerpräsident Horst Seehofer besuchte am Dienstag die Betriebsversammlung in Ingolstadt. Auch dabei ging es um die Verkehrsbelastungen rund um das Werk

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) war am Dienstag Gast auf der Betriebsversammlung von Audi. Vor mehr als 7000 Audianern versprach er, sich für den geplanten Audi-Bahnhalt beim Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, einzusetzen.

Zuvor hatte der Audi-Betriebsratsvorsitzende Peter Mosch angemerkt: „Knapp zehn Jahre kämpft der Betriebsrat für einen Bahnhalt am Werk. Wir hoffen, dass der Bayerische Ministerpräsident uns sowohl dabei als auch bei anderen Verkehrsprojekten unterstützt.“ Denn, so Mosch: „Die Bürokratie mahlt bei der Bahn sehr, sehr langsam“.

Unter den Gästen in der Werkshalle war auch Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel. Nach der vom CSU-Fraktionsvorsitzenden im Ingolstädter Stadtrat, Joachim Genosko, angestoßenen Debatte über den Verkehr in der Stadt, Audi und die Busfinanzierung, hörte Lösel, wie Audi-Chef Rupert Stadler sagte: „ Mit der Größe wachsen auch die Herausforderungen. Wir wissen, dass Transporte zum Werk und viele von uns als Pendler dem Verkehrsnetz der Region einiges abverlangen.“ Stadler betonte zudem, dass Audi sich in der Pflicht sehe, mit am Tisch zu sitzen, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Stadler: „Je mehr es uns gelingt, Verkehr zu Audi eben nicht durch Ingolstadt zu leiten, desto besser für alle.“ Der Verkehrsentwicklungsplan für Ingolstadt, der gerade erstellt wird, müsse gemeinsam erarbeitet werden. „Bald eine halbe Million Menschen lebt von den vier Ringen. Für sie tragen wir Verantwortung“, so Stadler weiter. Und mit Blick auf Seehofer sagte er: „Nehmen sie den Ruf nach neuen Zubringerstraßen wahr.“

Seehofer erwiderte, dass man auf seine „volle Unterstützung“ bei Straßenbauprojekten zählen könne. Und für den Bahnhalt wolle er „kämpfen“. Schließlich sei Bayern premium, so Seehofer, „auch weil Audi premium ist“. Der Bahnhalt sei mit der 20-jährigen Vorfinanzierung durch Audi und die Stadt „ein Schnäppchen“ für die Bahn.

Das Wachstum des Autokonzerns, der Stadt und der sich damit stetig steigernde Verkehr ist eines der meist diskutierten Themen in Ingolstadt. Audi vergrößert sich am Standort weiter und wird auf dem 75 Hektar großen Bayernoil-Gelände einen Innovationscampus errichten. Zugleich hatte OB Lösel kürzlich verdeutlicht, dass bis zum Jahr 2034 über 160 000 Einwohner auf der Schanz leben könnten. (kuepp) 

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