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18.03.2009

Vom Räuberhauptmann zum Pfarrer

Oberhausen (nr) - Große Spielfreude vermitteln die Mitwirkenden der Oberhausener Theatergruppe bereits bei den Probearbeiten zum neuen Stück, seit sie Ende vergangenen Jahres begonnen haben. Mittlerweile haben sie das Stadium der Sprechproben längst hinter sich gelassen und gehen derzeit auf der Bühne in der Mehrzweckhalle in den Endspurt vor der Premiere. Am 28. März heißt es dann "Vorhang auf" zur ersten Aufführung des Stückes "Da Rauberpfaff". Es handelt sich um eine bayerische Räubergeschichte aus der Feder von Peter Landstorfer in drei Akten.

Viel Liebe zum Detail

Das Bühnenbild ist zweigeteilt und wirkt mit viel Liebe zum Detail und seinen antiken Möbeln stilecht. Dazu kommt noch ein Podest für die Eingangsszene. Gebastelt und gezimmert wurden die Kulissen teils in Eigenarbeit, teils sind die Stücke weiter Leihgaben eines Antikladens. Die Schauspieler schlüpfen in passende Gewänder, die aus dem Fundus des Theaters Ingolstadt stammen und aus der Pfarrei Oberhausen.

Überhaupt legt man bei der Inszenierung großen Wert darauf, dass es möglichst keine Stilbrüche gibt. Mit der erfahrenen Spielleiterin Karin Schmid hat die Gruppe längst einen Glücksgriff getan. Ordnet sie an, dass eine Szene zum wiederholten Male durchgespielt wird, dann hat das seinen Grund. Der Erfolg wird bei den Aufführungen geerntet, so wie vor einem Jahr von über 900 Zuschauern.

Vom Räuberhauptmann zum Pfarrer

Erheiterte das Ensemble jahrelang mit den üblichen ländlichen Stücken, so war es in 2007 mit "Altmünchener Kufer" eine tiefgründige Komödie mit Pfiff und im Wahljahr 2008 "D'Wahl-Lump'n" aus der Feder von Peter Landstorfer. Und auch das aktuelle Stück "Da Rauberpfaff" stammt von Landstorfer und wieder versprechen die Organisatoren vergnügliche Theaterabende.

Zur Geschichte verrät das Ensemble nur so viel: Durch einen Unfall gerät der Räuberhauptmann "Raubhauser Gust" in einen Berufswechsel: Er wird zum neuen Pfarrer von Keitersberg. Die Rauberhur "Rothen Res" wird zur Pfarrersköchin und sein Kumpane "Hetzinger Jackl" raubt die geldigen Honoratioren des Dorfes aus, während diese ahnungslos bei Gust in der Sonntagsmesse sitzen. Im Beichtstuhl geht nun so manches Schwarzgeld in die kirchliche Obhut über. Langsam findet Gust an seiner neuen "Aufgabe" Gefallen, denn er ist beliebt bei den Leuten und genießt deren Vertrauen.

Sinninger Blaskapelle spielt in den Pausen

Die Dorfbewohner scheinen von diesem Rollenwechsel nichts zu bemerken und viele nutzen den neuen Pfarrer für ihre Machenschaften und eigenen Interessen zu missbrauchen. Der Schlucker kommt mit einem "Messwein-Abkommen" auf seine Kosten und auch für die "Siarchlarin" ist der neue Pfarrer wie geschaffen. Wie lange sich der Raubhauser Gust in seiner Rolle wohlfühlt und, ob er wirklich alle täuschen kann, das erfahren die Zuschauer im Stück "Da Rauberpfaff". Zur Einleitung und als Pausenfüller spielt die Sinninger Blaskapelle auf.

Info: Die Theatergruppe Oberhausen spielt "Da Rauberpfaff" in der Mehrzweckhalle Oberhausen an drei Terminen: 28. März, 3. und 4. April, Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Kartenvorverkauf ist in der Raiffeisen/Volksbank Oberhausen /Sinning. (Telefon 08431/6744-0).

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