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13.12.2016

Von der Oberpfalz in die ganze Republik

Vor dem Neumarkter Münster gaben diese vier Sternsinger schon einmal einen Vorgeschmack auf den 29. Dezember. An diesem Tag werden knapp 2000 den Start des Dreikönigsingens 2017 feiern.
Bild: Manfred Dittenhofer

Aktion Das Bistum Eichstätt veranstaltet am 29. Dezember in Neumarkt den offiziellen Bundesstart des Dreikönigssingens

Eichstätt/Neumarkt Vorab haben sich schon vier von ihnen im Rathaus gezeigt und vor dem Neumarkter Münster ein Lied angestimmt. Am 29. Dezember werden dann knapp 2000 Sternsinger in Neumarkt in der Oberpfalz erwartet, wenn der offizielle Bundesstart der Aktion Dreikönigssingen 2017, den diesmal das Bistum Eichstätt veranstaltet, dort stattfindet.

Aus der Oberpfalz werden die Sternsinger symbolisch auf ihre Reise durch ganz Deutschland geschickt. Dazu werden Sternsinger nicht nur aus dem Bistum Eichstätt, sondern auch aus neun weiteren Bistümern anreisen und einen Tag lang in Neumarkt gemeinsam feiern. Vergangenen Dienstag stellte der Eichstätter Bischof Dr. Gregor Maria Hanke die Aktion im Neumarkter Rathaus vor. Hanke bedauerte, dass er selbst nie Sternsinger war. „Das hat es bei uns leider nicht gegeben. Aber es ist gleichsam eine Jugendbewegung, unwahrscheinlich populär und ein wichtiger Pfeiler der Jugendarbeit.“ Hanke freute sich auch, dass die Aktion in Neumarkt auf positive Resonanz gestoßen sei. Die Stadt bereite sich bereits intensiv auf ihre Gäste vor.

Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Sternsinger“, stellte das Motto des 59. Dreikönigssingen vor: „Im Mittelpunkt steht der Klimawandel. Wir rücken mit der Turkana-Region in Kenia ein Trockengebiet und eine der ärmsten Regionen in Kenia in den Fokus der Aktion und damit ins Blickfeld der Öffentlichkeit.“ Immerhin sei die Aktion Dreikönigssingen, so erklärte Domkapitular Prälat Dr. Christoph Kühn, eine der größten Hilfsaktionen weltweit, die von Kindern und Jugendlichen getragen werde und ausschließlich Projekte für Kinder und Jugendliche unterstütze. „Rund 45 Millionen Euro werden damit für solche Hilfsprojekte zur Verfügung gestellt.“ Aber es gehe nicht nur um die Hilfe für die Region, so Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräsens des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ): „Wichtig ist auch, dass die Kinder, die als Sternsinger vorbereitet werden, sich inhaltlich mit dem Klimawandel und den Folgen auseinandersetzen.“ Kinder seien grundsätzlich solidarisch mit ihren Altersgenossen in diesen ärmeren Regionen und sehr interessiert, die Probleme zu erfassen und bei der Lösung zu helfen. Der Bildungseffekt sei enorm. Dazu käme ein Zuwachs an sozialer Kompetenz. „Die Kinder erleben, welche Erfüllung es mit sich bringt, wenn man für andere einsteht und hilft.“

Bei der 59. Aktion Dreikönigssingen wird der Bundesstart erstmals im Bistum Eichstätt durchgeführt. Gäste werden aus den Bistümern Bamberg, Regensburg, Passau, Rottenburg-Stuttgart, Main, Paderborn, Speyer, Augsburg und Würzburg erwartet. Damit sind neun der insgesamt 27 Bistümer der Republik in Neumarkt vertreten. Üblich ist, dass jedes Bistum die Entsendung seiner Sternsinger feiert.

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