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Miba

26.03.2015

Von uralten Künsten

Yang Xiaoyan fertigt seit 35 Jahren chinesische Laternen an. Ihre Kunst und die Scherenschnitte von Deng Chunhong sind auf der Miba zu sehen.
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Yang Xiaoyan fertigt seit 35 Jahren chinesische Laternen an. Ihre Kunst und die Scherenschnitte von Deng Chunhong sind auf der Miba zu sehen.

Zwei Chinesinnen zeigen fernöstliche Scherenschnitte und Laternen

Es ist eine uralte chinesische Kunst, die Deng Chunhong von ihrer Großmutter gelernt hat und die sie mittlerweile bis zur Perfektion verfeinert hat. Die Chinesin stellt seit rund zwölf Jahren kunstvolle Scherenschnitte her.

Gröbere Muster kann die junge Frau mit einer Schere ausschneiden, für wirklich filigrane Muster benötigt sie allerdings ein scharfes Messer. Bei dieser Arbeit konnten interessierte Besucher der Miba am Stand der Ingolstädter Partnerstadt Foshan der Künstlerin über die Schulter schauen und sich so beispielsweise das jeweilige chinesische Tierkreiszeichen ausschneiden lassen.

„Ich bin im Jahr des Drachen geboren. Man hat mir gesagt, dass das super ist“, erklärte ein junger Vater lachend, der gemeinsam mit seinen Kindern auf das Ergebnis der Künstlerin wartete. Geduldig fertigt Deng Chunhong einen Scherenschnitt nach dem anderen an und erzählt lächelnd, dass jeder Kunde seine Wünsche äußern kann, sie tue dann ihr Bestes, um diese zu erfüllen und so beispielsweise kleine Papierhasen oder Girlanden entstehen zu lassen.

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Geduld ist eine wichtige Eigenschaft, ohne die die Künstlerin ihren Beruf wohl nicht ausführen könnte, denn an einem besonders aufwändigen Scherenschnitt kann sie schon mal gut und gerne einen Monat sitzen. In ihrer Heimat nimmt sie Aufträge von Kunden an und fertigt Kunstwerke nach deren Vorstellungen oder aber sie verwirklicht sich selbst und stellt dann ihre Arbeiten in ihrem Geschäft zum Verkauf aus. Nach wie vor seien die Arbeiten gefragt in China, erklärt die Künstlerin. „Der chinesische Scherenschnitt ist eine alte Kunst und mindestens 800 Jahre alt.“

Eine weitere Künstlerin, die ebenfalls am Stand von Foshan ihr Handwerk präsentiert, ist Yang Xiaoyan. Seit 35 Jahren fertigt sie traditionelle chinesische Laternen an, hat bereits als Kind bei einem Meister gelernt. Heute baut sie gemeinsam mit ihrem Team riesige Laternen in Form von Tieren oder Blumen. Ihr größtes Kunstwerk, ein 280 Meter langer Drache, den Yang Xiaoyan für einen Kunden in Hongkong angefertigt hat, hat es sogar aufgrund seiner gigantischen Ausmaße ins Guinnessbuch der Weltrekorde geschafft.

Eine ihrer Laternen ziert sogar eine chinesische Briefmarke als Motiv. „Laternen haben eine besondere Bedeutung bei unterschiedlichen Festen, vor allem beim Mondfest oder Frühlingsfest“, erzählt sie. 500 Jahre ist diese Kunst bestimmt schon alt, schätzt Yang Xiaoyan, denn sie ist zu Zeiten der Ming-Dynastie entstanden. Damit die großen Laternen stabil sind, reicht Papier freilich nicht aus und so verwenden die Künstler Gras, Holz oder Fischschuppen zum Bau der großen Kunstwerke.

Die konnte Yang Xiaoyan freilich nicht mit auf die Miba bringen und so mussten sich die Besucher mit kleineren Exemplaren begnügen. Diese wurden aber nicht minder kunstvoll von der Künstlerin gestaltet.

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