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Rennertshofen

11.02.2018

Von zuckersüß bis bärenstark auf dem Faschingsumzug in Rennertshofen

Als freundliche Dinos waren die Fidelitas-Freunde mit Kind und Kegel dabei.
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Als freundliche Dinos waren die Fidelitas-Freunde mit Kind und Kegel dabei.
Bild: Michael Geyer

Rund 8000 Besucher drängen sich in Rennertshofen entlang der Marktstraße, um sich das Treiben der 1500 Aktiven anzusehen.

In der Marktstraße hatten am Sonntagnachmittag trotz des Nieselregens die Narren das Sagen. Rund 1500 Aktive waren genau eineinhalb Stunden fröhlich durch den Markt unterwegs, gefeiert und beklatscht von rund 8000 begeisterten Zuschauern am Straßenrand. Den 36. Faschingsumzug hatten die Männer vom ORF, dem Organisationsteam Ranzhofer Faschingsumzug, wieder bestens vorbereitet. Fünf Musikkapellen und zwei Trommlergruppen sorgten für gute Stimmung, fünf Garden, darunter auch die neugegründete KonWella, marschierten mit, warfen Süßigkeiten in die Menge, und die Burschen stemmten die Mädels gegen den grauen Winterhimmel.

Das Schönste waren wieder einmal die zahlreichen bunten Fußgruppen. Was gab es da nicht alles zu sehen: Die Mitglieder der Fidelitas-Gruppe waren als Dinos gekommen, einen Hauch von afrikanischer Exotik verbreitete der AWO-Stamm samt Trommlern, Tänzerinnen, Stammeshäuptlingen und wilden Tieren, als bunte Schmetterlinge flatterten die Frauen vom Hoagart’n Mauern durch die Szenerie, die Ranzhofer jung gebliebenen Mädels verbreiteten als Draculas eher gute Laune als Furcht und Schrecken, während die „vogelwilden Faschingsnarrren“ ihr Lasso schwangen und die Rohrbacher sich als Gucci-Taschen – natürlich aus eigener Produktion – präsentierten. Goaßlschnalzer aus Egweil trieben lautstark den Winter aus, die Harder Hoderlumpen unternahmen eine lustige Bobfahrt durch Ranzhof und die Trugenhofener waren als Lucky Luke und Gebrüder Dalton unterwegs.

Wie es sich gehört, bekamen auch die Gemeinde- und große Politik ihr Fett ab: Die Riedensheimer thematisierten den „Untergang“ des Kinoseums: „Eichingers Filme sagen voraus, Kinoseum, da wird nix draus“ und „Die (un)endliche Geschichte – in der Hauptrolle Alfred Bircks“, hieß es auf ihrem Wagen und ihre Frauen verteilten zum Trost Popcorn aus eigener Popcornmaschine. Das Aussterben der bäuerlichen Kleinbetriebe befürchteten die Hatzenhofener „Kellerkinder“, die Mauerner Jugend spießte den Fipronil-Eierskandal auf und die Rennertshofener Feuerwehrjugend beklagte, dass es in Ranzhof immer weniger Wirtschaften gäbe. Die Energiewende würde verschlafen, meinte die BI Trassenstopp, „Affen an der Macht, überall wo man hinkommt“, hieß es bei den „Glöckls“ und die Ranzhofer Jugend verkündete ihre Meinung zu den Paradise Papers: „Den Banken der Welt geht es mies, die Reichen schicken ihr Geld ins Paradies.“ Im Sinne guter Nachbarschaft waren auch wieder prächtige Gruppen und Wagen aus Bernza mit dabei.

Viele weitere Bilder vom Umzug finden Sie hier.

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