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08.07.2010

Vorfreude auf Hänsel und Gretel

Pöttmes-Schorn Morgen ist es soweit: Humperdincks Oper Hänsel und Gretl wird am Freitag im Schorner Stadl aufgeführt (20 Uhr) und alle sind freudig erregt. An der Spitze Baronin Ludwiga von Herman, die mit einer Handvoll freiwilliger Helfer aus dem 230-Seelen-Ort (Markt Pöttmes) ganz im nördlichen Landkreiseck) das Spektakel erst möglich macht, gilt es doch, den riesigen, landwirtschaftlich genutzten Holzstadl opernreif herzurichten.

Fleißige und engagierte Helfer

Der Bauhof Pöttmes hat mit dem Aufbau der Bühne am Montag den künstlerischen Untergrund für die Hauptakteure und die Tanzgruppe geschaffen und auch gleich die Stühle aus der Schule und dem Bürger- und Sozialzentrum angeliefert. Franz Lichtenstern aus Pöttmes brachte die passende Beleuchtung an, und die engagierte Schorner Helfertruppe errichtete innerhalb weniger Stunden rechts von der Bühne den Holzboden für das Instrumentalensemble. Von hier wird Dirigent Christian Pyhrr Sänger und Musiker durch die Märchenoper führen, die in dem Holzstadl ihre ideale, da natürliche Kulisse finden dürfte. Bewusst wurde auf detailgetreue Requisiten verzichtet und so liegen auf der Bühne lediglich etliche Reisigbesen bereit, anspielend auf den Besenbinderberuf von Hänsels Vater. Die Besen wiederum sind echte Schorner Handarbeit des 75 jährigen Matthias Gogl, dessen Sohn Mathias als Feuerwehrkommandant und Experte in Sachen Statik und Logistik viele Organisationsfäden in der Hand hat.

Gerhard Habereder ist Verwalter des städtischen Guts Schorn und als solcher direkter Kontaktmann zur Stadt München, in deren Händen die großzügige Benutzung des Schorner Stadls liegt. Die Baronin hat uralte geflochtene Wäschekörbe vom Schorner Schlossdachboden als Dekorationsobjekte bereitgestellt und dank ihres Fundus bunter Tücher wird sie bis zum Freitag die noch kahlen Ecken verdecken.

Vorfreude auf Hänsel und Gretel

Gehobenes kulturelles Angebot soll Zuspruch finden

Der heimische Schützenverein ist für bekannt ausgesuchte kulinarische Versorgung am Premierenabend zuständig, und bei so viel heimischer Handarbeit und praktischem Engagement für eine große künstlerische Sache muss man den Schornern großes Lob zollen. Mit 200 bereits verkauften Eintrittskarten können sie einen ersten Erfolg buchen, und nebst etlicher Honoratioren haben sich auch viele "Einheimische" einen sicheren Platz reserviert.

Damit sieht sich die Baronin als Kulturreferentin in ihrem Anliegen bestätigt, dass ein gehobenes kulturelles Angebot den Zuspruch eines breiten Teils der ländlichen Bevölkerung findet.

Karten gibt es an den bekannten Verkaufsstellen beziehungsweise an der Abendkasse.

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