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20.11.2017

Waldstück mit Prinzessinnen

Paul Maar-Märchen für die ganze Familie am Stadttheater

Einmal im Jahr, kurz vor Weihnachten, kommt das Theater für die Kleinen auf die große Bühne: Familienstück. In diesem Jahr zeigt das Stadttheater Ingolstadt im Großen Haus „In einem tiefen, dunklen Wald“ von Paul Maar.

Der Sams-Erfinder, der heuer seinen 80. Geburtstag feiert, hat das moderne Märchen 1999 geschrieben, zwei Bühnenfassungen gibt es davon. Tobias Hofmann, musikalischer Leiter des Hauses, inszeniert eine klug verschlankte Version und hat natürlich auch die Musik dazu komponiert.

Alles, was ein Märchen braucht

Für alle, die beim Stichwort ‚modernes Märchen’ vorschnell abwinken: Dieses Stück hat alles, was ein Familienstück braucht. Nicht nur den titelgebenden tiefen, dunklen Wald, den Fabian Lüdicke mit seinem schrecklich schönen Bühnenbild erstehen lässt, sondern auch Tiere und Untiere, Prinzessinnen und Prinzen und einen verwunschenen Königssohn. Ein richtiges Märchen eben und doch ist alles ganz anders als normal.

Die Prinzessin will einen tapferen Prinzen

Prinzessin Henriette Rosalinde Audora (Manuela Brugger) will einen tapferen Prinzen zum Mann. Mindestens so tapfer, dass er sie vor einem Untier retten kann. Also sucht sie mit Hilfe des treuen Dieners Lützel (Patrick Schlegel) – ein Untier. Um den richtigen Retter anzulocken.

Welche Rolle außerdem Prinzessin Simplinella (Nina Mercedes-Rühl) und Prinz Edmund (Sebastian Witt) in diesem verwirrenden Abenteuer mit Happy End spielen, muss man sich anschauen. 16 Rollen bestreiten die vier Darsteller mit sichtlicher Lust am komödiantischen Spiel und dem typischen Maar’schen Wortwitz, der seinerseits mit der Begrenztheit, Vieldeutigkeit und Missverständlichkeit der Sprache und der ihr innewohnenden Komik spielt.

Dazu wird gesungen: Hofmann hat jeder Figur sozusagen ihre „Arie“ komponiert, leicht eingängige, aber alles andere als banale Melodien, die klingen, als hätten sie schon immer zum Stück gehört.

Die überwiegend sehr jungen und sehr begeisterten Zuschauer der Premiere gaben, wie ihre Eltern und Großeltern, langen und lauten Beifall für ein mitreißendes Theatererlebnis.

Zu sehen am 20., 21. und 23. November und an weiteren Terminen im Dezember und Januar. Info: www.theater.ingolstadt.de.

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