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Verkehr

22.01.2019

Warum Maxweiler hier nicht mehr durch dürfen

Die Straße durch die Allee zwischen Gut Rohrenfeld und dem Audi-Kreisel dürfen seit Mitte Januar nur noch Anlieger benutzen. Außerdem wurde das Tempolimit auf 30 Stundenkilometer begrenzt.
Bild: Petra Rinke

Auf der Allee zwischen Rohrenfeld und Audi-Kreisel dürfen seit gut einer Woche nur noch Anlieger fahren. Bewohner von Maxweiler zählen nicht dazu.

Wer die Strecke täglich fährt, dem ist die neue Beschilderung vielleicht noch gar nicht aufgefallen. Wem das passiert sein sollte, der hätte vermutlich ein Verkehrsvergehen begangen. Denn das rund eineinhalb Kilometer lange Allee-Stück zwischen Audi Kreisel und Gut Rohrenfeld ist nur noch für Anlieger frei. Darüber hinaus ist jetzt nur noch Tempo 30 erlaubt.

Bedeutet: Nur noch diejenigen, die – wie das Wort schon sagt – ein Anliegen haben, dürfen die frisch sanierte Straße benutzen. Dazu zählen Leute, die in Rohrenfeld wohnen, zum Golfclub wollen oder beispielsweise Jäger, Waldarbeiter Förster und Lieferanten sind. Dagegen zählen Menschen, die in Maxweiler zu Hause sind, nicht mehr zu den Anliegern. Die müssen künftig die Bundesstraße benutzen.

Viele nutzen Allee als Abkürzung

Mit dieser Maßnahme, sagen Polizei und städtisches Ordnungsamt, soll vor allem eines erreicht werden: diejenigen auszubremsen, die die Allee als Abkürzung zwischen B16 und der Staatsstraße zwischen Zeller Kreuzung in Richtung Bergheim sehen. Immer mehr Autofahrer, so ein Polizeisprecher in Neuburg, würden diese Route mit der beengten Fahrbahn wählen, wo gerade in wärmeren Jahreszeiten auch viele Spaziergänger und Radfahrer unterwegs seien. Vor allem während der Zeit, als die B16 zwischen Zeller Kreuzung und der Ausfahrt Maxweiler saniert wurde, hätten viele diese Abkürzung entdeckt. In diesen Wochen habe man auch gesehen, was es bedeute, wenn viele Verkehrsteilnehmer die beengte Straße benutzen, die ja, so der Sprecher, eigentlich gar keine richtige Straße sei.

Wie das Ordnungsamt wissen lässt, habe es schon länger und immer wieder Beschwerden von Spaziergängern, Fußgängern und Anliegern über Autofahrer gegeben, die auf der Allee viel zu schnell fahren würden. Die Entscheidung sei dann in Rücksprache mit der Polizei getroffen worden.

Verkehrsreferent will sich die Gründe schildern lassen

Verkehrsreferent Bernhard Pfahler war darüber ebenso wenig informiert worden wie der Ortssprecher von Bruck, Maxweiler und Rohrenfeld, Günter Steinwand. Während dieser die Tempobegrenzung für durchaus sinnvoll erachtet, ist für ihn allerdings nicht nachvollziehbar, dass Maxweiler nicht mehr zu den Anliegern zählen soll. Sicher würde die Allee von Verkehrsteilnehmern auch als Abkürzung benutzt. Aber für die Bewohner von Maxweiler sei es doch schon immer die natürliche, direkte Verbindung in die Stadt und zurück gewesen.

Wie Bernhard Pfahler stellt sich auch Günter Steinwand die Frage, warum das Allee-Stück dann überhaupt so aufwendig erneuert wurde, wenn die, wie Pfahler sagt, öffentliche Straße nur noch von Anliegern benutzt werden darf – inklusive der 500.000 Euro teuren Sanierung, die für die beiden kleinen Brücken vor Gut Rohrenfeld und am Ende des Wittelsbacher Golfplatzes ausgegeben wurden. Beide, Steinwand und Pfahler, wollen sich nun im Ordnungsamt die genauen Beweggründe für die Entscheidung schildern lassen. Das Thema soll auch im nächsten Verkehrsausschuss aufgegriffen werden..

Lesen Sie dazu auch den Kommentar "Durchfahrtverbot bei Gut Rohrenfeld ist nicht ganz logisch" von Manfred Rinke

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