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Neuburg-Schrobenhausen

11.12.2020

Warum das Hallenbad Schrobenhausen vorzeitig geschlossen wird

Die Müllabfuhr wird teurer, der Landkreis erhöht ab Januar die Abfuhrgebühren.
Bild: Landratsamt, Assenbrunner (Archiv)

Plus Die Müllabfuhr im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wird ab Januar um 20 Prozent teurer. Gleichzeitig sind die Kreisbetriebe weiter auf Sparkurs - was Konsequenzen für das Kreishallenbad hat.

Die Kreisbetriebe kämpfen gegen Defizite und bewegen sich jetzt auf Sparkurs. Die Mehrkosten in der Müllabfuhr wird mit einer Gebührenerhöhung um rund 20 Prozent aufgefangen. Beim Kreishallenbad Schrobenhausen, das ebenfalls von den Kreisbetrieben geführt wird, kommt es zu einem drastischen Schnitt: Der Kreistag entschied sich dafür, das Bad für die komplette Saison 2020/21 zu schließen.

Schließung des Kreishallenbads in Schrobenhausen: 150.000 Euro Einsparung

Dieser Schritt bringt rund 150.000 Euro Einsparung, rechnete Werkleiterin Mathilde Hagl den Kreispolitikern vor. Das Hallenbad sei jetzt im Status Stand-by, „und ich kann mir nicht vorstellen, dass wir im Januar wieder öffnen dürfen.“ Der Infektionsschutz lasse ohnehin nur 31 Besucher für das Bad und neun für die Sauna zu. Die Schulen und der SSV Schrobenhausen würden gerne wieder kommen, so Mathilde Hagl, „aber sie haben auch totales Verständnis für die schwierige Lage.“

Das Kreishallenbad soll in der Saison 2020/2021 komplett geschlossen bleiben.
Bild: Landratsamt, Assenbrunner (Archiv)

Nachdem auch Landrat Peter von der Grün (FW) zum „Handeln“ aufgerufen hatte, genehmigte das Kreisparlament den Wirtschaftsplan 2021 der Betriebe mit dem vorzeitigen Saisonschluss für das Schrobenhausener Bad. Damit soll der Jahresverlust von 893.000 auf 742.000 Euro verringert werden. Die Personalkosten von etwa 450.000 Euro senkt der Betreiber mit dem kräftigen Abbau von Überstunden. Kreisrat Tobias Gensberger (DU, Bergheim) bezeichnete die Schließung des Bades als „traurigen Schritt“. Er sei richtig angesichts der ramponierten Saison, „wir dürfen aber auch nicht übertreiben“.

Neuburg-Schrobenhausen: Abgabe von kleinen Mengen Grüngut bleibt kostenfrei

Gegen die neue Satzung zur Abfallwirtschaft gab es letztlich nur zwei Gegenstimmen. Nach langen Diskussionen im Vorfeld einigte sich die Kreispolitik auf abgemilderte Gebührenanhebung in den Wertstoffhöfen. Wie berichtet, bleibt die Abgabe von kleinen Mengen Grüngut wie Gras, Laub oder Heckenschnitt weiterhin kostenfrei, ebenso der Bauschutt bis zu 50 Liter (bisher 200 Liter). Bei größeren Mengen Schutt verlangt der Kreis ab Januar fünf Euro pro 50 Liter. Fenster und Altholz wird mit zehn Euro pro 100 Liter berechnet. Der Windelsack wird abgeschafft, dafür sollen betroffene Familien oder Pflegende einen Rabatt für größere Restmülltonnen erhalten.

Der Gesamthaushalt der Kreisbetriebe gehe „seit Jahren erstmals wieder Null auf Null auf“, so Werkleiterin Mathilde Hagl. Sie rechnet im kommenden Jahr mit rund vier Millionen Euro Materialaufwand und Verwertungskosten, zwei Millionen für das Personal und eine Million für den Unterhalt der Wertstoffhöfe. Bei der Weitergabe von Elektroschrott und Altpapier sei mit sinkenden Erlösen zu rechnen. Der hoheitliche Bereich der Müllabfuhr wird ausschließlich über den Gebührenhaushalt finanziert.

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