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Welttag der Armen

24.11.2018

Was es bedeutet, arm zu sein

„Ich bin arbeitslos“ steht auf der Figur, die vor der Heilig-Geist-Kirche in Neuburg steht. Sie soll auf Armut hinweisen.
Bild: Bernhard Gattner

Die Caritas weist zusammen mit der katholischen Kirche auf Armut hin. Was dabei wichtig ist

Sieben lebensgroße Figuren stehen vor der katholischen Heilig-Geist-Kirche in Neuburg. Ihre gezeichneten Gesichter strahlen kein Glück aus. Sie tragen Aufschriften. Dort ist zu lesen: „Ich bin einsam“, „Ich habe kein Zuhause“, „Ich bin arbeitslos“, „Ich schäme mich wegen meiner alten Kleider“, „Mir tun meine Kinder leid, weil ich sie nicht einmal zum Eis einladen kann“, „Ich müsste hungern, wenn es die Tafel nicht gäbe“, „Ich tue doch niemandem etwas, und doch gehen alle an mir schnell vorbei“. Diese Aussagen beschreiben Erfahrungen von Menschen, die in einer Armutssituation gefangen sind.

Der Caritasverband für die Diözese Augsburg will in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Neuburg-Schrobenhausen und der Unterstützung der katholischen Pfarrgemeinde mit diesen Figuren auf Armut in Bayern, im Bistum und in Neuburg aufmerksam machen. Gleichzeitig sollen sie ein Verständnis dafür wecken, was Armut bedeuten kann. Anlass der Aktion ist der zweite Welttag der Armen. Eigentlich hatte Papst Franziskus ihn für vergangenen Sonntag festgesetzt. Die Caritas im Bistum Augsburg begeht ihn nun mit einem Gottesdienst am kommenden Sonntag, 25. November, um 10 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Heilig-Geist in Neuburg (Hirschenstraße 156).

Anschließend lädt der Diözesan-Caritasverband von Armut betroffene Menschen in Neuburg und Umgebung zu einem nichtöffentlichen gemeinsamen Mittagessen mit Vertretern aus Politik und Pfarrgemeinderat ein. Damit erfüllt die Caritas den Wunsch von Papst Franziskus, der in seiner Botschaft zu diesem Welttag an den Psalm 22,27 erinnert hat: „Die Armen sollen essen und sich sättigen.“ Die Begegnung mit Politikern und Pfarrgemeinderäten greift ebenfalls einen Gedanken des Papstes auf, nämlich auf „die Armen zu hören“, ihnen eine „liebevolle Zuwendung“ zu schenken, „die den anderen als Person achtet und auf sein Wohl bedacht ist“.

„Das gemeinsame Mittagessen will also dazu dienen, Begegnung zu ermöglichen und untereinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Diözesan-Caritasdirektor Domkapitular Andreas Magg. „Denn Armut sehen und verstehen, was es heißt, arm, abgewiesen und ausgegrenzt zu sein, das kann man nur in der direkten zwanglosen Begegnung.“ (nr)

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