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Neuburg-Schrobenhausen

28.12.2017

Was geschah im Landkreis vor 50 Jahren?

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Vor 50 Jahren übernahm Oberstleutnant Hans Walter Kubis das Panzergrenadierbataillon 281. Bis 1994 herrschte Leben in der Tillykaserne in Kreut. Dafür sorgte auch die Flotte der Trabis, die nach dem Mauerfall 1989 eintraf.
Bild: Xaver Habermeier

Bis heute wegweisende Entscheidungen wurden 1967 getroffen, aber auch so manches Unglück passierte. Dabei hatte ein vier Jahre alter Bub ganz besonderes Glück.

Die Jahre ziehen ins Land, die Zeit rinnt einem durch die Finger. Es gibt Dinge, an die man sich sein Lebtag erinnert, aber auch viele andere Geschehnisse, die nur kurz bleiben und schnell wieder vergessen sind. Wir haben in alten Ausgaben der Neuburger Rundschau aus dem Jahr 1967 geblättert und ein paar Ereignisse von vor 50 Jahren zusammengefasst. Schauen Sie doch mal, ob Sie sich noch erinnern können.

Januar: In der Neuburger Tilly-Kaserne übernahm Oberstleutnant Hans Walter Kubis das Panzergrenadierbataillon 281 von Gerwin Schröder, der als Generalstabsoffizier nach Bonn ging. In Straß gab es einen tragischen Todesfall. Der achtjährige Michael Großhauser wurde das Opfer einer Alkoholvergiftung. Ein Lehrling hatte dem Buben „unmäßig“ zu trinken gegeben.

Februar: Das Innenministerium will die Aufhebung der Kreisfreiheit der Stadt Neuburg. Das veranlasste den Stadtrat, in einer Sondersitzung einstimmig eine Gegenresolution zu fassen, in der sich das Plenum scharf gegen die Pläne aus München wandte. Ein Sturm erwischt die Region schwer. Die Straßen nach Riedensheim und Bergen waren wegen heruntergefallener Äste blockiert und in Hardt wird das Dach einer Gastwirtschaft abgedeckt.

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März: Die von Oberbürgermeister Theo Lauber so sehr befürwortete Sanierung der Neuburger Altstadt begann mit der Eröffnung der umgebauten „Schönen Aussicht“. Bei einer Volksabstimmung entschied sich die Mehrzahl der Einwohner von Neuschwetzingen für einen Anschluss an Karlshuld. Und in Feldkirchen opferte Kommandant Beck ein Grundstück für den Bau des neuen Feuerwehrhauses.

April: Ein Festtag für den Neuburger Fischereiverein war die Einweihung des Heimneubaus. 190 Feierabende und 36 Samstage wurden von den Mitgliedern für den Bau geopfert.

Mai: Der Neuburger Frühjahrslauf hatte 500 Aktive und 1000 Zuschauer angelockt. Und nach über drei Jahrzehnten regnete es 1967 erstmals wieder bei der Fronleichnamsprozession, sodass sie in den Gotteshäusern stattfinden musste.

Juni: Wegen des Krieges zwischen Israel und den arabischen Staaten kam es auch in Neuburg zu Angstkäufen. Vor allem wurde das Heizöl zu einem begehrten Artikel. An der Baustelle für die Staustufe in Bittenbrunn kippt ein tonnenschwerer Schwimmbagger um und tötet zwei Menschen.

Juli: Tropische Temperaturen sorgten im Stadtbad am Brandl für Besucherrekorde. An einem Wochenende kamen 4000 Badelustige. Auf dem Neuburger Volksfest wurden 608 Hektoliter Bier ausgeschenkt und rund 2000 Brathendl „verschnabuliert“. In Attenfeld ertönt nach drei Jahren wieder Glockengeläut, das im Juli 1967 geweiht wurde. Und in Ellenbrunn schlägt ein Blitz bei Landwirt Johann Büchler ein. Das Feuer zerstörte Stall und Stadel.

August: Mit Rücksicht auf das neue Richtergesetz stellt dritter Bürgermeister Anton Sprenzel sein Amt zur Verfügung. Und das „Hexenhaus“, das Härtlhaus und das Schintlinghaus in der Altstadt wurden abgerissen. Ein Stück Alt-Neuburg geht. In Bertoldsheim wird das Gasthaus „Luft“ abgebrannt. Es muss der Staustufe weichen. Und in Bergheim wird der Rohbau für die neue Volksschule fertig.

September: Wie durch ein Wunder überlebte der viereinhalb Jahre alte Christian Hartmann einen Sturz aus dem siebten Stock eines Neuburger Hochhauses. In Karlskron wird die neue Volksschule eingeweiht.

Oktober: Die Arbeiterwohlfahrt verspricht auf der Weihnachtsfeier den Bau eines Altenwohnheims. Und aus dem Depot des Neuburger Flugplatzes wird eine Sidewinder-Rakete gestohlen. Und bei der Verbandsschule in Ehekirchen wird Hebauf gefeiert.

November: Die neue Volksschule am Schwalbanger wird eingeweiht. Außerdem lässt eine Serie von unnatürlichen Todesfällen die Neuburger aufhorchen. In sechs Tagen starben sieben Menschen, die meisten durch Selbstmord. Am 22. fiel der erste Schnee, der aber nicht lange liegen blieb. In Bergheim wird mit dem Bau der Staustufe begonnen.

Dezember: Das Weihnachtsfest war „grün“. Der viele Schnee von den Tagen vorher war weggeschmolzen.

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