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Umwelt

24.04.2015

Was im Landkreis kreucht und fleucht

Karlheinz Schaile von der Artenschutzgruppe erklärt dem Kreistag, wie gut sein Zuschuss angelegt gewesen wäre

154 Euro. Soviel Geld hat der Bund Naturschutz bis vor Kurzem jährlich vom Landkreis erhalten. Doch der Zuschuss ist dem diesjährigen Streichkonzert des Landkreises zum Opfer gefallen – wie viele andere freiwillige Zahlungen an Vereine, Organisationen und Gruppierungen auch.

Dass das Geld bislang gut angelegt war und von den Mitgliedern der Artenschutzgruppe Neuburg auch weiterhin benötigt worden wäre, das versuchte Karlheinz Schaile gestern den Kreistagsmitgliedern zu verdeutlichen – wenngleich ohne finanziellen Erfolg. Denn eine Kehrtwende der einst getroffenen Entscheidung stand gestern nicht zur Debatte.

Der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen hat mit Paartal, Donaumoos, Donautal und Jura eine abwechslungsreiche Naturlandschaft mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an Lebensräumen sowie vielen seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten – das war die Aussage, die Schaile gestern anhand von Bildern und Zahlen untermauern wollte. Diese Schätze der Flora und Fauna zu erhalten, das ist die Aufgabe der Artenschutzgruppe, die sich aus Mitgliedern des Bund Naturschutzes, der Wasserwacht, des Landesbundes für Vogelschutz, des Landesjagdverbandes und anderen Naturschützern zusammensetzt. Etwa 40 bis 50 Aktive kümmern sich unter anderem um die Pflege von Biotopen, sie schneiden wilde Obstbäume aus, hängen Fledermauskästen auf oder bringen Storchennester auf Vordermann – und das alles ehrenamtlich.

Karlheinz Schaile aus Oberhausen ist Vorsitzender der Artenschutzgruppe und Gründungsmitglied. Für sein Engagement insbesondere im Amphibien- und Reptilienschutz hat er vergangenes Jahr den „Grünen Engel“ erhalten, eine Auszeichnung des Bayerischen Umweltministeriums.

Auch wenn Landrat Roland Weigert zu verstehen gab, dass er die Arbeit der Artenschutzgruppe wertschätzte: Defizite im Naturschutz sah er seitens des Landkreises nicht. Denn der Donaumoos-Zweckverband erhalte jährlich 37500 Euro vom Landkreis, und dieses Geld fließe unter anderen in die Schaffung von Retentionsräumen, in denen sich die Natur nachweislich erhole. Insgesamt sind im Besitz des Donaumoos-Zweckverbands 18000 Hektar Naturflächen, wovon 10000 Hektar reine Moorflächen sind.

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