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31.07.2010

Was kommt nach dem GVZ II?

Gestern feierten die Schüler traditionell auf der Tillywiese im Klenzepark den Start in die Ferien. Auch in den Firmen und Behörden verabschiedeten sich viele Menschen in den Urlaub. Die Boomregion Deutschlands geht mit neuen Rekordmeldungen in die Erholung. Die Prognosen von Handel und Handwerk in Stadt und Land sind bestens und jene von Audi sogar ganz hervorragend. Der Motor dieses fein verzweigten regionalen Wertschöpfungssystems dreht und dreht immer noch kräftiger. Wenn der "Laden Region 10" so gut brummt, dann ist das aber auch ein Verdienst der Arbeitnehmerschicht. Und die hat sich die Ferien deshalb ebenso verdient wie die Audianer ihre jüngste Sonderzulage.

Hauptereignis vergangener Woche war das Richtfest beim neuen Güterverkehrszentrum. 144 Millionen Euro werden dort investiert. Ein Kraftakt. Aber die Stadt weiß, warum sie ihre Wirtschaftsfördergesellschaft (IFG) mit dieser gigantischen Investition finanziell wie personell bis zum Anschlag belastet: Audi braucht dieses Logistikzentrum vor den Werkstoren, um die neuen Modelle zeitgerecht auf den Markt bringen zu können. Deshalb darf man ohne Übertreibung feststellen: Ohne dieses GVZ II müsste der Konzern seine Expansionspläne drosseln. Damit würde aber auch die Kette der Wertschöpfung erheblich geschwächt.

Und diese rasante Entwicklung wird mittelfristig so weitergehen, denn die Autos mit den vier Ringen sind auf den Weltmärkten nicht von der Überholspur zu drängen. Deshalb stellt sich die berechtigte Frage, was nach dem GVZ II noch alles notwendig sein wird. Der Flächenbedarf von Audi steigt immer weiter an. Schon jetzt gibt es auf dem Werksgelände gewaltige Umstrukturierungen und Neubauten. Doch es stellt sich bereits dar, dass vor allem die Technische Entwicklung deutlich mehr Raum braucht. Der Fahrzeughersteller liebäugelt mit weiteren Flächen in direkter Nachbarschaft zu den Güterverkehrszentren. Das wäre Ingolstädter Flur. Aber wenn die Stadt nicht mitmacht, könnte Audi buchstäblich durch die eigene Hintertür gehen und mit der Nachbargemeinde Gaimersheim verhandeln. Das wird noch heiße Diskussionen im Stadtrat geben. Gut, dass jetzt erst mal alle Ruhe finden und Kraft schöpfen können.

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