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Neuburg

27.04.2018

Was wird aus der Gärtnerstraße?

Seit langem gibt es Pläne zur Umgestaltung der Gärtnerstraße. Nun soll ein Treffen aller Betroffenen Klarheit über die Pläne geben.
Bild: Marcel Rother

Dass die Straße neu gestaltet werden soll, ist klar. Wie genau das aussehen soll allerdings nicht. Weshalb sich Anwohner  von der Stadt übergangen fühlen.

Seit langem wird über die Pläne zur Sanierung der Gärtnerstraße diskutiert, Klarheit gibt es aber immer noch nicht. Insgesamt elf Varianten hatte die Stadt zur Sanierung prüfen lassen. Zuletzt sah es so aus, dass die Straße zur Einbahnstraße in Richtung Norden werden würde. Offenbar ist das letzte Wort dazu aber noch nicht gesprochen.

Eine Baumreihe, Rankgerüste und ein Platz samt Brunnen – die Gärtnerstraße soll komplett umgestaltet werden. Das plant die Stadt schon lange. Unklar ist aber, ob die Straße weiterhin beidseitig von Autos befahren werden darf. Bei einer Versammlung zum Vorhaben kamen Vorschläge zu einer Einbahnstraßenregelung auf. Bei der Umgestaltung müssten aus gestalterischen Gründen zehn von derzeit 42 Parkplätzen weichen. Deshalb sei bei dem Treffen im März vorgeschlagen worden, die Gärtnerstraße zur Einbahnstraße zu machen. So fielen weniger Parkplätze weg und der Verkehr würde reduziert. Der Vorschlag wurde in einer Sitzung des Bauausschusses präsentiert. Das Treffen im März wurde von der Stadt im Gespräch mit unserer Zeitung ursprünglich als Anwohnerversammlung bezeichnet Offenbar waren allerdings nicht die Anwohner, sondern lediglich die Eigentümer eingeladen.

Anwohner waren nicht zu Treffen eingeladen

„Ich habe davon aus der Zeitung erfahren“, sagt Anwohner Stefan Wenger. Weder er noch andere Mieter in der Gärtnerstraße seien zu dem Treffen eingeladen worden. Auf Nachfrage erklärt Bürgermeister Johann Habermeyer nun, dass es sich bei dem Treffen im März tatsächlich nicht um eine Anwohnerversammlung handelte. Eingeladen waren lediglich die Eigentümer der Immobilien in der Gärtnerstraße, nicht aber die Mieter. „Bei der Versammlung sollten bauliche Maßnahmen besprochen werden“, sagt Habermeyer. Beispielsweise Details zu privaten Zu- und Einfahrten. Dass das Treffen aber zu einer Grundsatzdiskussion über eine mögliche Einbahnstraßenregelung werde, sei nicht geplant gewesen. „Wir möchten die Anwohner auf keinen Fall ausschließen“, sagt Habermeyer. Ohnehin sei die Schnittmenge zwischen Eigentümern und Anwohnern in der Gärtnerstraße nahezu deckungsgleich.

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Dass Anwohner Stefan Wenger sich übergangen fühlt, weil er und andere nicht zu dem Treffen eingeladen wurden, kann Habermeyer verstehen. Ein Fehler sei es dennoch nicht gewesen, lediglich die Eigentümer zur Versammlung einzuladen. Schließlich sei er davon ausgegangen, dass es dabei um bauliche Details gehe, welche mit den Eigentümern zu klären sind. Nun aber möchte der Bauausschuss ein neues Treffen aller Beteiligten arrangieren, um noch einmal alle möglichen Varianten zu besprechen. Das heißt nun nicht mehr Anwohner-, sondern Betroffenenversammlung. Wann es dazu kommt, sei noch unklar. „Ich denke aber sicher in den kommenden Wochen“, sagt Habermeyer. Alle Mieter und Eigentümer würden rechtzeitig informiert.

Neues Treffen mit Anwohnern geplant

Er geht davon aus, dass dabei auch diskutiert wird, in welche Richtung die Autos in der Gärtnerstraße künftig fahren dürfen. Dabei hatte der Bauausschuss eigentlich schon beschlossen, dass die Gärtnerstraße zur Einbahnstraße in Richtung Norden werden soll. Dabei könnten im Vergleich zur Ursprungsplanung sechs Stellplätze dazugewonnen werden, heißt es in einer Stellungnahme der Bauverwaltung. Die Zahl stiege von 32 auf 38 Stellplätze, vier weniger als jetzt. Bei einer Einbahnstraße in Richtung Süden, entgegen der Blumenstraße, könnten vier Stellplätze dazugewonnen werden. Das wären 36 Parkplätze und damit sechs weniger als momentan. Radfahrer sollen von der Einbahnstraßenregelung befreit werden, stellte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling in Aussicht.

Was noch fehlt, ist die Zustimmung des Freistaats, der die Kosten zur Umgestaltung tragen soll. Habermeyer geht davon aus, dass eine Einbahnstraße den Fördergeldern aber nicht im Weg stehen sollte. „Aus gestalterischer Sicht ist eine Einbahnstraße sogar förderlich“. Sobald die Kanalbauarbeiten in der Gärtnerstraße abgeschlossen sind, könnte mit der Neugestaltung begonnen werden, also noch in diesem Sommer. In welche Richtung die Straße künftig führen soll, könnte notfalls auch erst nach Baubeginn festgelegt werden, meint Habermeyer.

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