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Neuburg/Donau

11.11.2018

Wasserwacht für Jung und Alt wie eine große Familie

Bedankten sich bei Wasserwachts-Chef Matthias Brendel und vor den Anwesenden bei der Jahresversammlung, dass sie im Verein die Möglichkeit haben, eine so schöne Arbeit zu machen: die Jugendbetreuerinnen (von links) Sonja Winter, Verena Weigl und Franziska Brüderle. 
Bild: Annemarie Meilinger

Neuburger Wasserwacht feiert ihr 70-jähriges Bestehen und das 50. Donauwinterschwimmen. Wenn es nicht wieder so kommt wie vergangenes Jahr.

Siebzig Jahre Wasserwacht, zehn Jahre Wasserwachthaus und demnächst das 50. Donauwinterschwimmen: Die Neuburger Wasserwacht hatte bei ihrer Jahresversammlung einige Gründe zum Feiern. 

Die Rückschau auf das vergangene Jahr 2018 eignete sich zudem dafür, Danke zu sagen an die vielen ehrenamtlichen Helfer des Vereins. Am Ende gab es viele Auszeichnungen, Medaillen und Ehrennadeln für die Aktiven, aber auch zahlreiche Urkunden für langjährige Treue zum Verein (Bericht und Bild folgen), der für die 846 Mitglieder, davon 56 Aktive und über ein Fünftel Kinder und Jugendliche, wie eine große Familie zu sein scheint. Totengedenken und Babyfotos, runde Geburtstage und Feiern gehören zum Jahresbericht genauso wie Einsatzberichte und trockene Zahlen.

„Allerhöchste Anerkennung“ von Neuburgs OB für die vielen Ehrenamtsstunden der Wasserwachtler

Matthias Brendel, der Vorsitzende, begrüßte als Vertreter der Stadt und Vertreter des BRK Bernd Pfahler, Oberbürgermeister Bernhard Gmehling erschien später. Lobende Worte, „allerhöchste Anerkennung für die vielen Ehrenamtsstunden“ und eine Finanzspritze für die Jugendarbeit hatte Gmehling, seit 15 Jahren Mitglied bei der Wasserwacht, dabei und zeigte seine Freude darüber, dass seine „schwarzen Männer“, die Ratswache, ihn beim Schloßfest, wieder begleiten werden.

Wasserwacht für Jung und Alt wie eine große Familie

Matthias Brendel schlug in seiner Rede vor, nicht in erster Linie die Jubiläen zu feiern, sondern „den Abschluss eines Jahres mit vielen harten Rückschlägen“. Die hohen Pegelstände der Donau schon am Jahresanfang verhinderten zunächst das Dreikönigsschwimmen. Dann war auch die Absage des Donauwinterschwimmens nicht zu vermeiden. Bei dem hohen Wasserstand und der starken Strömung wäre es einfach zu gefährlich gewesen. Der Ball war trotzdem ausverkauft, sodass die Wasserwacht die Absage der Traditionsveranstaltung „mit einem blauen Auge“ überstand. Doch dann folgte der tragische Tod des zweiten Vorsitzenden Roland Sammet. „Erschütternd und aufwühlend“ sei dies gewesen, so der Vorsitzende, doch wolle man jetzt „nach vorne schauen und neu angreifen“.

Bei der Neuburger Wasserwacht durfte auch das Gesellige nicht fehlen

Der lange Jahrhundertsommer hat die Wasserwacht rekordverdächtig viele Wachstunden im Brandlbad (485) und am Weicheringer Weiher (683) leisten lassen. Aus- und Fortbildung in den Bereichen Schwimmen und Rettungsschwimmen fand an 2500 Stunden statt, daneben wurden noch in den Bereichen Natur- und Gewässerschutz, Fachdienst Boote, Kinder- und Jugendarbeit und Rettungstauchen unzählige Stunden geleistet. Das Gesellige außerhalb des Wassers durfte trotzdem nicht zu kurz kommen: Schafkopfturnier, Ausflüge und Stockschießen, Volksfesttriathlon und Sommernachtsfest erfreute die Wasserwachtfamilie, wie man an zahlreichen Bildern sehen konnte.

„Wir sagen Danke dafür, dass wir hier die Möglichkeit haben, eine so schöne Arbeit zu machen“, meldeten die drei Jugendleiterinnen in ihrem Jahresbericht. Die Jugendarbeit ist in der Wasserwacht zu einem starken Hoffnungsträger geworden. Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen ist im vergangenen Jahr erheblich gestiegen und liegt nun bei 179. Das läge sicher an den vermehrten Schwimmkursen, so der Vorstand, aber auch an der tollen Betreuung. Die Jugendbetreuerinnen Sonja Winter, Verena Weigl und Franziska Brüderle berichteten von Bootsfahrten, einem Zeltlager, Gruselnacht und Ausflügen. Waldweihnacht, Knotenkurs und die Teilnahme am Multi-Kulti-Fest finden die Kinder so toll, dass man sie nicht lange überreden muss, an einer Landschaftssäuberung mitzumachen.

Schnelleinsatzgruppe der Neuburger Wasserwacht hatte nicht nur ernste Einsätze

 18 Personen umfasst die Schnelleinsatzgruppe, die immer zur Stelle ist, wenn Gefahr droht. Von der Suche nach Personen und versunkenen Geräten berichtete Bastian Kutka, aber auch von den sich häufenden „Schmarrn-Einsätzen“, an denen oft am Ufer vergessene Kleidungsstücke oder verlassene Fahrräder die Alarm-Auslöser seien. Auch an der spektakulären Bergung eines Radladers war die Schnelleinsatzgruppe beteiligt, seinen ersten Einsatz hatte dabei der neue Rettungstaucher Martin Platzer. Viele Stunden verbringt die Gruppe mit der Wartung der Geräte, sowie mit Fortbildungen wie der Luftrettungsübung mit der Bundespolizei.

Nach dem Donauwinterschwimmen ist vor dem Donauschwimmen, deshalb kreiste in der Pause schon die Helferliste und die Einladung zur Ansprechpartnersitzung vom 27. November. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange und alle freuen sich schon auf das 50. Donauschwimmen der Neuburger Wasserwacht.

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