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Neuburg

10.11.2019

Weinbörse: Feine Weine zum Finale der „Herrschaftszeiten“

Probieren und plaudern: Die Weinbörse im Marstall war am Freitag- und Samstagabend ein beliebter Treffpunkt für viele, vor allem auch wieder junge Leute, bevor es zum nächsten Event weiterging.
Bild: Ilse Lauber

Die sehr gut besuchte Neuburger Weinbörse bildete den Ausklang der diesjährigen „Herrschaftszeiten“. Was diese Verkostungsveranstaltung so besonders macht.

Die Kunst des Genießens wurde am Freitag und Samstag im Marstall zelebriert: Nicht nur langjährige Weinliebhaber und Genießer, sondern auch auffällig viele junge Leute ließen sich das eine oder andere Probiergläschen schmecken. Wie jedes Jahr bildete die Weinverkostungsveranstaltung, die in ihrer Größe und Vielfalt einzigartig ist in der Region, den kulinarischen Schlusspunkt der „Herrschaftszeiten“. An 17 Ständen wurden zwei Tage lang um die 300 Sorten Wein zur Verkostung angeboten – vom Tischwein für jeden Tag bis hin zu hochprämierten Spitzenprodukten, aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, Spanien und auch aus Übersee. Ergänzt wurde das Angebot durch Spirituosen, Liköre und Brände sowie verschiedenen Olivensorten.

Ina Bergbauer-Zagel freut sich über die erfolgreiche 22. Neuburger Weinbörse.
Bild: Ilse Lauber

Das Besondere an der Veranstaltung im Marstall: Hier bieten die Winzer und die Weinhändler Bergbauer und Borgsis Weine nicht nur ihre Produkte an, sondern informieren aus erster Hand über die Besonderheiten der einzelnen Weine. Kommt ein Interessent zum Probieren an den Stand, wird er gefragt, in welche Richtung es gehen soll: Weiß, Rot oder Rosé? Lieber leicht und fruchtig oder aber mit viel Körper und ausdrucksstark? Daraus ergibt sich dann so manches intensive Gespräch zwischen dem Wein-Fachmann und dem Konsumenten, seien es Einsteiger oder Weinliebhaber, die sich gut mit dem edlen Rebensaft auskennen und die einzelnen Noten herausschmecken.

Weinbörse: Roséweine werden immer besser

Eines haben alle Weine im Marstall auf jeden Fall gemeinsam - eine hohe Qualität. Organisatorin Ina Bergbauer-Zagel führt die Vorliebe zu qualitativ guten Weinen, auch aufseiten der Jüngeren, auf den Trend zurück, sich insgesamt bewusster zu ernähren. Dies gilt auch für Rosés, die immer beliebter und gleichzeitig qualitativ besser werden. Sie sind leicht und gerade im Sommer angenehm zu trinken und werden von den jüngeren Konsumenten auch als ganzjähriges Getränk sehr geschätzt. Bei den Rosés gebe es inzwischen auch viele trockene, hochwertige Weine mit wunderbaren Fruchtaromen, so die Expertin.

„Vinum Vernaculum“ aus dem Eulatal bot Winzer Josef Tremml an.
Bild: Ilse Lauber

Lieblich-fruchtige Aromen weist auch der Traubensaft auf, den der Neuburger Winzer Josef Tremml erstmals an seinem Stand präsentierte. Der weiße Saft ohne Kohlensäure wird nicht vergoren und ist somit als alkoholfreies Getränk auch für Kinder geeignet. Seit drei Jahren schon baut Josef Tremml im Eulatal seinen „Vinum Vernaculum“ an, der aus sieben pilzwiderstandsfähigen Sorten besteht, geprägt durch die feine Mineralität des Jura-Terroir. Bei ihm gab es unter anderem auch einen Secco als „bayerische Antwort auf Prosecco“ zu verkosten.

Auch Fritz von Philipp stellte seine Weine auf der Weinbörse wieder vor

Nicht fehlen durften natürlich auch dieses Jahr die Weine des zweiten Neuburger Winzers Fritz von Philipp. Die Weine der „Bodega Torre Enmedio“ werden in der Provinz Alicante in Spanien angebaut. Vielfach ausgezeichnete Weine präsentierte die Erzeugergemeinschaft „Winzer Krems“, zu der rund 600 Weingärtner aus der Stadt Krems und den umliegenden Weinbaugemeinden gehören. Den Löwenanteil des Sortiments machen Grüner Veltliner, Riesling und Zweigelt aus. Tobias Höfler von den Winzern Krems zeigte sich von der Resonanz im Marstall besonders angetan: „Wir treffen hier ein angenehmes, interessiertes Publikum!“ Nächstes Jahr, versprach er, komme man gerne wieder.

Premiere mit Weinregalen aus Holz hatten auf der Börse Jutta und Dieter Reng.
Bild: Ilse Lauber

Zum ersten Mal als Aussteller in Neuburg waren Dr. Dieter Reng und seine Frau aus Monheim. Der ehemalige Leiter der Fertigungsplanung für Motoren bei BMW stellt hobbymäßig Weinregale aus Holz, teilweise kombiniert mit Solnhofer Juramarmor, und lang brennende Fackeln für den Garten her. Bei ihm war die Nachfrage im Gegensatz zu den Weinständen nicht so hoch, aber das bekümmerte den freundlichen Rentner nicht weiter: Nette Kontakte und Gespräche mit den Besuchern reichten ihm eigentlich schon, meinte der Maschinenbauingenieur i.R.

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