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07.01.2021

Weniger Hochzeiten im Corona-Jahr

Dem Standesamt wurden aber mehr Sterbefälle gemeldet

Weniger Geburten, weniger Hochzeiten, aber mehr Sterbefälle als im Vorjahr: Das zeigt die Statistik des Ingolstädter Standesamts für das Jahr 2020.

Im zweiten Jahr in Folge sind in Ingolstadt weniger Kinder geboren worden als im Vorjahr. 2897 waren es 2020 und damit 41 weniger als ein Jahr zuvor. Den höchsten Wert hatte es im Jahr 2018 gegeben: Damals waren 2957 Babys in Ingolstadt auf die Welt gekommen und im Standesamt beurkundet worden. Trotz der fallenden Zahlen will Reinhard Rauscher, Leiter des Ingolstädter Standesamts, aber keinen Trend ausmachen, dass es auch künftig weiter nach unten gehen könnte mit den Geburtenzahlen in Ingolstadt. Es gebe immer wieder Aufs und Abs bei den Zahlen, sagt er. Die beliebtesten Namen waren Lukas, Maximilian und Anna.

Wenig überraschend dürfte sein, dass in diesem Jahr auch in Ingolstadt weniger geheiratet worden ist als noch im Vorjahr. Ein Minus von neun Prozent verbucht das Standesamt im Corona-Jahr. 547 Paare haben sich trotzdem – mitunter unter strengen Hygieneregeln und mit nur sehr wenigen Gästen – im Ingolstädter Rathaus oder einem der anderen Trauungsorte in der Stadt das Ja-Wort gegeben. „Aus standesamtlicher Sicht war es ein turbulentes Jahr“, sagt Rauscher. Und das könnte auch für 2021 gelten. Denn für das Jahr 2021 liegen schon einige Anmeldungen vor. „Ich erwarte einen gewissen Nachholeffekt“, sagt Rauscher. Vorausgesetzt, die Corona-Lage entspannt sich wieder.

Einen Höchstwert haben die Sterbefälle erreicht, die dem Standesamt in Ingolstadt im vergangenen Jahr gemeldet worden sind. Mit 2078 ist dabei erstmals die 2000er-Marke überschritten worden. Im Jahr zuvor – 2019 – lag der Wert noch bei 1918. Der Anstieg sei jedoch nicht explizit auf Fälle zurückzuführen, bei denen Menschen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben seien, sagt Rauscher. Das Bevölkerungswachstum in der Region spiele dabei eine ebensolche Rolle wie die Zahl der Patienten, die im Klinikum gestorben sind und aus der gesamten Region stammen. (rilu)

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