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Neuburg

09.02.2018

Wenn Hexen über Feuer springen

Der Sprung über das Feuer gehört zum Weiberfasching wie der Besen zur Hexe.
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Der Sprung über das Feuer gehört zum Weiberfasching wie der Besen zur Hexe.
Bild: Silke Federsel

Weiberfasching ist Kult – daran ändern selbst eisige Temperaturen nichts. Auch wenn draußen weniger los war wie in den vergangenen Jahren, drinnen wurde gefeiert wie eh und je.

Kalt war es schon beim Weiberfasching, doch von Temperaturen um den Gefrierpunkt lässt sich eine „richtige Hex“ natürlich nicht vom Feiern abhalten, wie drei Frauen erklärten, die auf den Fanfarenzug warteten. Dicke Jacken, zwei Paar Strumpfhosen und kuschelige Schals waren ihr „Geheimrezept“, um auch noch länger im Freien ausharren zu können. „Außerdem wärmen wir uns ja auch von innen“, sagte eine der Frauen lachend, denn an so einem Abend darf natürlich auch das ein oder andere Gläschen getrunken werden.

Die Feuerspucker kamen später als sonst

Der Fanfarenzug und die Feuerspucker kamen heuer etwas später als sonst. Erst um 20.30 Uhr fanden sie sich zum wilden Treiben vor dem Marstall ein. Da wurde getanzt und der „Hexenbumbel“ oder „Sabinchen“ angestimmt – und natürlich folgten wieder einige Sprünge übers Feuer, ehe der Tross in den Marstall einzog, um mit weiteren Liedern gebührend das Event einzuläuten.

Die Pfadfinder, die jedes Jahr aufs Neue die Feierlichkeiten organisieren, hatten sich dieses Mal für eine ganz klassische Kostümierung entschieden. Waren es im vergangenen Jahr noch Krankenschwestern und Ärzte, die sich um die „Wehwehchen“ der Gäste mit einem Schnäpschen kümmerten, sorgten die Verantwortlichen heuer, passend zum Hexentreiben, selbst als Hexen oder Voodoo-Zauberer mit gespenstischem Knochenkostüm für beste Stimmung.

Das Ausgehverhalten hat sich verändert

„Wir haben den Fanfarenzug ein wenig nach hinten verschoben, weil wir gemerkt haben, dass die Leute immer später fortgehen. Oft sitzen sie erst gemütlich zusammen oder gehen zum Essen und kommen dann zum Feiern“, erklärte Thomas Raba, der zusammen mit Anette Schiele verantwortlich für die Organisation war. Das zeigte sich auch im Marstall – zu Beginn war dort noch wenig los, erst zu späterer Stunde füllten sich dann die Räumlichkeiten. Und dann wurde natürlich auch flott zur Musik der „Dirty Tones“ getanzt: Ob nun Piratinnen oder Superheldinnen, Cowgirls oder Teufelinnen, sie alle strömten auf die Tanzfläche.

In den Straßen hingegen waren weniger Närrinnen und Narren als noch in den vergangenen Jahren unterwegs, lediglich der Schrannenplatz war wieder einmal gut besuchter Treffpunkt für die meist jungen Leute. Viele von ihnen hatten sich flauschige Fellkostüme ausgesucht, wohl auch, damit sie auch noch länger draußen ausgelassen feiern können.

Die Lokale waren rappelvoll

„Rappelvoll“ war es hingegen in so manchem Lokal oder mancher Kneipe und Glück hatte, wer einen der begehrten Sitzplätze ergatterte. Doch so mancher wollte gar nicht still sitzen und tanzte ausgelassen zur Musik. Vor allem im Neuwirt herrschte buntes Treiben, schon früh am Abend mussten die Sicherheitsleute vor der Tür aufpassen, dass nicht zu viele Gäste ins Lokal strömten. Wer aber drin war, durfte sich über ausgelassene Stimmung und fetzige Schlager freuen.

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