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Versammlung

28.02.2018

Wenn Steine sprechen könnten

Wurden für ihre Vereinstreue geehrt (von links): Vorsitzender Matthias Kaufmann, Stellvertreter Robert Hiermeier, Herbert Obermayer, Lorenz Heindl, Josef Vogelsang Erwin Netter und Benno Gschmack.
Bild: Anna Hecker

Beim Soldaten- und Reservistenverein Bergheim wurde an ein wichtiges Andenken erinnert

Sie erzählen alle eine Geschichte. Jeder Stein auf den deutschen Soldatenfriedhöfen birgt ein trauriges Schicksal. Am vergangenen Sonntag berichtete Wolfgang Christmann auf der Jahresversammlung des Soldaten- und Kriegervereins Bergheim über die Arbeit des Volksbundes für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Vortrag über die Tätigkeiten des Verbands verlieh dem Treffen im Sportheim eine nachdenkliche Note.

Es ist eine Arbeit gegen das Vergessen. Wenn Reservist Wolfgang Christmann und andere Mitglieder der Kriegsgräberfürsorge im In- und Ausland tätig werden, kümmern sie sich um ein wichtiges Andenken. Nicht nur für die Allgemeinheit, sondern auch für viele Hinterbliebene erhalten die Volksbund-Mitglieder die Erinnerung an die verstorbenen Soldaten im Ersten und Zweiten Weltkrieg. „Das ist schon ergreifend, wenn man dort Menschen trifft, die immer noch um ihren gefallenen Vater oder Großvater trauern“, sagte Christmann und zeigte Bilder von Gräbern, an denen frische Blumen lagen oder jemand ein Medaillon um das Steinkreuz gebunden hat.

Es werde einem bewusst, wie viele Opfer die Kriege gefordert haben, wenn man sich zum Beispiel am deutschen Soldatenfriedhof im italienischen Costermano befindet, so Christmann. Allein hier liegen mehr als 22000 Gefallene begraben. Wochenlang kümmert sich der Volksbund Jahr für Jahr um die Instandhaltung der Mahnstätten. Es werden Rasenflächen gemäht, neue Blumen gepflanzt oder die Beschriftung auf den Grabsteinen nachgezogen. Damit halten sie die „Stimmen der Steine“ lebendig, die unaufhörlich zur Wahrung des Friedens mahnen.

Doch auch der Soldatenverein in Bergheim war im vergangenen Jahr wieder aktiv unterwegs. Zahlreiche Spenden konnten im Landkreis verzeichnet werden, welche von den Vereinsmitgliedern fleißig eingesammelt wurden. Mit über 900 Euro wurde im Markt Burgheim fast das Dreifache an Spendengelder im Vergleich zum Vorjahr gezählt. Die Sammlung direkt in Neuburg brachte die rekordverdächtige Summe von über 11000 Euro ein.

Grund zur Freunde hatte der Vize-Vorsitzende Robert Hiermeier auch über den verjüngten Vereinsvorstand. Denn fünf Mitglieder des insgesamt achtköpfigen Vorstands bringen mit einem Alter von unter 40 Jahren frischen Wind in das Vereinsleben.

Auch über Ehrungen konnten sich einige Vereinsmitglieder freuen. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Manfred Geier, Max Lautenbacher, Herbert Obermayer und Manfred Feigl geehrt. 40 Jahre halten Christian König und Erwin Netter dem Verein die Treue. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Josef Vogelsang und Jürgen Reichl geehrt.

Zudem wurden Herbert Obermayer und Lorenz Heindl die Ehrenkreuze in Bronze verliehen. Über BSB-Ehrenkreuze freuten sich Robert Hiermeier, Vorsitzender Matthias Kaufmann und der ehemaliger Vorsitzende Benno Gschmack.

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