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23.07.2010

Wenn die Sonne scheint, kassiert der Bürger

F10-Geschäftsführer Manfred Rößle erläuterte den interessierten Bürgern den Ablauf zur Gründung eines Bürgersolarkraftwerkes in Königmoos. Foto: Ottilinger
Bild: Ottilinger

Königsmoos Unter dem Motto "Die Sonne schickt keine Rechnung" bringt die Gemeinde Königsmoos in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für erneuerbare Energien f10 Neuburg ihr erstes Bürger-Solarkraftwerk auf den Weg. Die Gemeinde stellt hierfür sechs geeignete Dächer im Bereich Schule, Rathaus und Bauhof in Stengelheim für den Betrieb einer Fotovoltaikanlage zur Verfügung und vermietet die Dächer an die zu gründende Gesellschaft.

F10-Geschäftsführer Manfred Rößle erläuterte im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Königsmooser Rathaus nun den Ablauf für die Gründung einer Gesellschaft zur Realisierung des Bürger-Solarkraftwerkes. Die Investitionskosten für die sechs Dächer liegen bei knapp 400 000 Euro, wobei insgesamt 133 kWp Leistung erzeugt werden können, sagte Rösle.

Der jährliche Ertrag beträgt rund 40 000 Euro und die Rendite liegt somit nach Abzug der laufenden Kosten zwischen 9,4 und 9,9 Prozent. An dem Solarkraftwerk können sich nur Bürger der Gemeinde Königsmoos beteiligen. Als Mindestbeteiligung ist ein Anteil von 5000 Euro festgelegt worden. Allen Gesellschaftern werden zuerst 5000 Euro zugeteilt, in weiteren Raten je nach Interesse weiter Anteile von je 5000 Euro.

Wie Manfred Rößle mitteilte, werden den Agenda 21-Zielen "Sozialverträglichkeit und Nachhaltigkeit" durch die ausschließliche Verwendung von deutschen Qualitätsprodukten, die von regionalen Handwerkern fachmännisch installiert und während der Betriebsphase überwacht werden, Rechnung getragen. Bis zur Gründung der Gesellschaft Anfang Oktober haben nun die Königsmooser Bürger die Möglichkeit, Anteile zu zeichnen. Formulare hierzu gibt es im Rathaus.

Wie Bürgermeister Heinrich Seißler erklärte, wird am 15. September auch noch eine zweite Informationsveranstaltung im Rathaus abgehalten. Vielfach tauchte die Frage auf, wie es nach Ablauf der Einspeisezeit nach 20 Jahren mit der Anlage weitergehe. Manfred Rößler sagte hierzu, dass es zwei Möglichkeiten gebe. Entweder die Gemeinde erwerbe die Anlage zu einem Restwert oder die Gesellschaft betreibe die Anlage zur Stromerzeugung weiter. Selbst nach Ablauf der Einspeisezeit im Jahr 2030 könnte nach derzeitigen Berechnungen eine Rendite von 7,5 bis 8 Prozent erwirtschaftet werden. (otg)

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