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Neuburg

05.05.2019

Wer beim Spargel-Anstich die flinksten Finger hatte

Beim traditionellen Spargel-Anstich fischte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling (Zweiter von rechts) das Stangerlgemüse zusammen mit Spargelkönigin Lena I. heraus. Mit dabei waren (ab Dritter von rechts) Fachberater Peter Strobl, Moderator Klaus Benz und Stadtrat Klaus Babel.
Bild: Xaver Habermeier

Der symbolische Spargel-Anstich auf dem Schrannenplatz zieht Jahr für Jahr Schaulustige an. Es gibt Informationen zum „Weißen Gold“ und Spargelrezepte.

Auch wenn der Spargel bei den derzeit kühlen Temperaturen etwas spärlicher sprießt, steht das Edelgemüse seit Wochen auf der Speisekarte in Restaurants oder zu Hause. „Asparagus“, „Königliches Gemüse“ oder „Weißes Gold“ – so vielfältig die Definitionen, so groß ist die Faszination, die Spargel auf Gourmetliebhaber ausübt. Warum das Gemüse seinen vielfältigen Attributen gerecht wird, erklärten Fachleute und die Spargelkönigin Lena I. (Hainzlmair) beim Spargelmarkt inmitten des Treibens auf dem Neuburger Wochenmarkt, indem sie die weißen Stangerl aus der Region als Inbegriff für Qualität und Frische preisten.

Das Ritual des symbolischen „Anstichs“ Anfang Mai ist zwar immer das gleiche, lockt aber wegen seiner kurzweiligen Unterhaltung mit Moderator Klaus Benz jährlich viele Besucher an. Stadtoberhaupt Bernhard Gmehling fischte das Stangerlgemüse zusammen mit der Spargelkönigin aus dem extra aufgebauten, sandigen Bifang routiniert heraus. Lena erklärte dem Oberbürgermeister, wie die Stangen vorsichtig mit zwei Fingern ausgegraben und dann mit dem Spargelmesser gestochen werden. Im Laufe der Veranstaltung gesellte sich noch Vizekartoffelkönigin „Jacqueline“ dazu. Die Spezialistin für Kartoffeln und eine Passantin hatten beim anschließenden Spargelwettbewerb die flinksten Finger.

Rezepte beim Spargel-Anstich auf dem Schrannenplatz

Musikalisch umrahmt hatten den Spargelmarkt die Sehensander Musikanten. Weiter interessierten auch die Rezeptvorschläge zum Spargel, welche Repräsentantin Lena beim Rundgang verteilte. Daneben hob Stadtrat Klaus Babel den heimischen Spargel als gesundes und leckeres Gemüse hervor: „Ich mag Spargel in vielen Variationen, egal ob aus der Pfanne, mit Soße Hollandaise oder in Butter“, sagte er. Dann sprach Fachberater Peter Strobl von derzeit rund 170 Betrieben mit einer bewirtschafteten Fläche von rund 1200 Hektar im Anbaugebiet Schrobenhausen. Zur Frische mit täglicher Ernte kämen kurze Transportwege. Und auch der Spargel, der auf sechs Ständen auf dem Neuburger Wochenmarkt angeboten werde, kommt aus der Gegend.

Zu den derzeit kalten Temperaturen sagte Strobl: „Besser ist es durchwachsen mit ab und zu etwas Regen – im Vorjahr war es lange Zeit viel zu heiß.“ Er zeigte am Samstagvormittag aber auf ausreichend Spargel auf dem Markt inmitten der Ottheinrichstadt. Der Preis sei in den vergangenen Wochen etwas gefallen. „Nicht aber die Qualität“, betonte Strobl.

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