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20.07.2010

Wer heiratet wen?

Neuburg-Schrobenhausen Liebe über alle Grenzen hinweg. Dieses Phänomen kennt auch das ein oder andere Paar im Landkreis. Zwar sind rund 89,6 Prozent der Eheschließungen im Kreis Neuburg-Schrobenhausen eine deutsch-deutsche Angelegenheit, immerhin 8,8 Prozent sind jedoch deutsch-ausländische Verbindungen. Bei etwa 1,6 Prozent der Fälle kommen sogar beide Ehepartner aus dem Ausland.

Bei der Wahl der ausländischen Partner gibt es jedoch geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen bevorzugen Türken und Amerikaner, Männer hingegen Polinnen und Österreicherinnen. Ausgewertet wurden für diese Statistik die Eheschließungen von 2001 bis 2008. Im Bezug auf deutsch-ausländische Eheschließungen ist jedoch eine Entwicklung feststellbar. Während 2001 noch jede sechste Ehe zwischen einem deutschen und einem Partner anderer Nationalität geschlossen wurde, war es 2008 nur noch jede achte. Zu beobachten ist jedoch, dass seit den 1990er Jahren statistisch gesehen mehr Männer als Frauen einem ausländischen Partner das Ja-Wort gaben.

Wirft man einen konkreten Blick auf den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, so haben im Vergleichzeitraum zwischen 2001 und 2008 39 deutsch-ausländische Paare den Bund fürs Leben geschlossen. Dabei entschieden sich 25 Deutsche Frauen anderer Nationalitäten zu ehelichen.

Im Vergleich zu den 396 deutsch-deutschen Hochzeitspaaren im Landkreis brachte der Gang zum Standesamt für die binationalen Paare einiges an Mehraufwand mit sich. Abgesehen von den gesellschaftlichen Vorurteilen hält die Bürokratie so einige Hürden parat, besonders, wenn der Partner aus dem außereuropäischen Ausland kommt.

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Standesamtliche Trauungen sind aber in Deutschland auch für Paare, die beide über eine ausländische Staatsbürgerschaft verfügen, ein Muss. So auch für die sieben Hochzeiten (beziehungsweise 1,6 Prozent), die im Landkreis stattfanden. Im landesweiten Vergleich werden zwei Prozent der Ehen zwischen rein ausländischen Paaren geschlossen. Am häufigsten ist dies bei türkischen und italienischen Paaren der Fall.

Auf die Frage, welche Ehen glücklicher sind, gibt es keine Antworten. Bei Scheidungen wird nämlich nicht mehr zwischen Nationalitäten oder Herkunftsländern unterschieden. (teb/rösa)

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